Herzog Karl V. von Lothringen, unser Retter Wiens im Jahre 1683 und Befreier Ungarns

Im Jahre 1643 wurde unser Herzog Karl von Lothringen in Wien geboren. Schon in jungen Jahren sollte sich dieser im Kampf gegen die Türken auszeichnen. 1664 nahm er nämlich an der Schlacht von Mogersdorf teil. Nachdem er 1674 in der Schlacht von Seneffe gegen die Gallier ausgezeichnet hatte, wurde er mit dem Oberbefehl über unser kaiserliches Heer betraut. Der Geburtstag unseres Herzogs Karl von Lothringen ist mir stets ein Freudentag gewesen. Wenn ich daran denke, daß ohne seine Schwertstreiche die Türken womöglich in mein schönes Wien eingefallen wären und dieses auf ähnliche Weise verwüstet hätten wie neulich erst die muselmanischen Eiferer von Isis im Morgenland gehaust haben. https://www.youtube.com/watch?v=YyFsOWyYy0A Schauderhaft, schauderhaft. Ebenso wenig sehe ich das benachbarte Ungarn gerne unter dem Türkenjoch leiden. http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_kri/Knabenlese_de.php Nein, das muß nun wirklich nicht sein und so ist unser Karl von Lothringen, nach der Rettung Wiens, auch umgehend nach Ungarn weitergezogen. Wenn man schon mal ein großes und mächtiges Kriegsheer versammelt hat, dann kann man mit diesem auch seinen geknechteten und gequälten Nachbarn helfen. Die Kaisertochter Eleonore heiratete unser Herzog von Lothringen 1678. Das Paar hatte sechs Kinder. Für seine Verdienste bei der Verteidigung unseres alten deutschen Reiches bekommt unser Herzog von Lothringen von mir „Die Wacht am Rhein“ zum Wiegenfest gespielt: https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw
„Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!
Wer will des Stromes Hüter sein?
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Durch Hunderttausend zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell:
der deutsche Jüngling, fromm und stark,
beschirmt die heilige Landesmark.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Er blickt hinauf in Himmelsauen,
wo Heldengeister niederschaun,
und schwört mit stolzer Kampfeslust:
„Du, Rhein, bleibst deutsch wie meine Brust!“
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum ein Welscher nicht.
Reich wie an Wasser deine Flut
ist Deutschland ja an Heldenblut.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
So lang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust den Degen zieht,
und noch ein Arm die Büchse spannt,
betritt kein Feind hier deinen Strand.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,
die Fahnen flattern hoch im Wind:
Zum Rhein, zum Rhein, am deutschen Rhein!
Wir alle wollen Hüter sein!
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
So führe uns, du bist bewährt;
In Gottvertrauen greif’ zu dem Schwert,
Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
Und tilg‘ die Schmach mit Feindesblut!
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!“
Vom Gegenangriff unseres Herzogs von Lothringen, nach der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken, lese ich euch dazu noch ein wenig vor: https://archive.org/details/bub_gb_d7w_AAAAYAAJ
„Im Frühjahre 1684 an die Spitze von 50,000 Mann gestellt, überschritt Lothringen zunächst die Donau, vertrieb die Türken aus Visegrad, schlug eines ihrer Corps bei Gran, ein größeres bei Waitzen am 27. Juni und drang bis Pest vor, dessen Besatzung sieh durch schleunige Flucht nach Ofen rettete. Die Belagerung dieses Platzes wurde zwar schon am 15. Juli begonnen, doch ward der Herzog durch eine Erkrankung gezwungen, das Kommando derselben dem Grafen Rabatta zu übergeben und die Armee zu verlassen. Während seiner Abwesenheit trat vor Ofen eine für die Kaiserlichen ungünstige Wendung ein ; sie hatten Mangel an Verpflegung zu leiden und vermochten nicht, einem türkischen Entsatzkorps Widerstand zu leisten und dessen Eindringen in die Festung zu verhindern. Als Lothringen wieder bei der Armee eintraf, sah er sieh in Folge dessen genötigt, die Belagerung nach mehr als dreimonatlicher Dauer aufzuheben und die Armee in Winterquartiere zu führen. Dieser Abschluss des Feldzuges wurde gegen den Herzog ausgebeutet, aber Kaiser Leopold hielt fest an seinem Vertrauen und der Herzog rechtfertigte dasselbe in der glänzendsten Weise. Im Jahre 1685 mit 60,000 Mann vor Neuhäusel stehend, war der Herzog eben im Begriffe, den Sturm gegen diesen Platz zu eröffnen, als ihm die Nachricht zuging, dass Visegrad gefallen und die Türken mit bedeutender Macht vor Gran erschienen seien. 20,000 Mann vor Neuhäusel zurücklassend, rückte der Herzog mit dem Gros seiner Armee alsbald vor Gran, wusste durch einen scheinbaren Rückzug die Türken aus ihrer sehr vorteilhaften Stellung hervorzulocken und schlug sie am 16. August 1685 vollständig aufs Haupt. Drei Tage später fiel auch Neuhäusel. Dem glücklichen Feldzug 1685 sollte ein noch glänzenderer folgen. Für den Feldzug 1686 war es nach langen Verhandlungen endlich gelungen, die Kurfürsten von Bayern, Sachsen und Brandenburg zu einer erhöhten Teilnahme an dem Kriege gegen den Erbfeind zu bestimmen und in Folge dessen vermochte Herzog Karl von Lothringen an der Spitze einer Armee von 95,000 Mann kaiserlicher und Reichs-Truppen den Feldzug zu eröffnen. Diese Streitmacht konzentrierte er zunächst bei Gran, rückte mit ihr vor Ofen und begann die Belagerung dieses Bollwerkes des Halbmondes mit aller Kraft. Trotz der hartnäckigen Verteidigung der tapfern und zahlreichen Besatzung und ungeachtet wiederholter Entsatzversuche gelang es dem kaiserlichen Heerführer, sich am 2. September 1686 durch einen allgemeinen Sturm zum Meister des Platzes zu machen, wenngleich er während der entscheidenden Action, die er in den vordersten Reihen der Stürmenden mitgekämpft hatte, eine schwere Verwundung davontrug. Die Besatzung wurde zum größeren Teile niedergehauen, eine Entsatzarmee in die Flucht geschlagen. Des Kaisers Feldzeichen flogen von Sieg zu Sieg. Mächtiger noch und tiefer eingreifend gestalteten sich die von dem Herzoge im Jahre 1687 durchgeführten Operationen, welche er mit 60,000 Mann eröffnete, während ihm die Türken mit 80,000 Streitbaren zwischen Esseg und Belgrad gegenüberstanden. Lothringen war in der Absicht, die Türken anzugreifen, oberhalb Esseg über die Drau gegangen, gab dieses Vorhaben aber angesichts der sehr starken Position, in welcher er den Feind antraf, auf und kehrte auf das linke Ufer des Flusses zurück, wo er seinerseits in der Nähe von Fünfkirchen Stellung zu nehmen gedachte. Allein schon während des Rückmarsches von den Türken scharf verfolgt, hielt er bei Siklos und hier an den Abhängen des Berges Harsany kam es am 12. August 1687 zur Schlacht, welche mit einem der glorreichsten von allen jemals über die Osmanen errungenen Siege endete. Ihre Verluste waren ungeheuere, ihre Auflösung und Mutlosigkeit eine so tiefgehende, dass es im türkischen Heere zu Aufständen kam; der Großwesir wurde erdrosselt, die Türkei war zur Fortführung des Krieges vorerst unfähig. Für den Kaiser hatte der Tag von Harsany die dauernde Übertragung der Krone Ungarns an das Haus Habsburg und die Besetzung Siebenbürgens zur Folge, wo Lothringen überwinterte, nachdem er den gegen Peterwardein fliehenden Türken ein Korps von 10,000 Mann nachgesendet hatte…“

Wilhelm Ludwig Gleim

Es gab einige bei ihnen, die sich an Herkules erinnern, und sie besangen den ersten der tapferen Männer, wenn sie in die Schlacht zogen. Hierfür sind auch diese Lieder, die sie Barditus nennen, durch deren Wiedergabe sie die Seelen in Erregung versetzen und durch den sie Glück in der kommenden Schlacht prophezeien“

Lesen wir in der Germania des altrömischen Geschichtsschreibers Tacitus und ein Volk der Dichter sind wir geblieben. Weshalb diese auch sehr zahlreich unseren berühmt-berüchtigten Panzerschlacht- und Geburtstagskalender bevölkern. Einer von ihnen ist unser Wilhelm Ludwig Gleim, der 1719 in Ermsleben im Sachsenland geboren wurde. Sein 1739 in Halle an der Saale begonnene Studium der Rechtswissenschaften führte er nicht zu Ende und trat in den Dienst des Prinzen von Schwedt. In dessen Gefolge er auch am Zweiten Schlesischen Krieg teilnahm. Sein Brot verdiente er ab 1747 als Domschreiber in Halberstadt. Dort richtete er sich auch häuslich ein und wurde vielen jungen Dichtern ein Vater. In seinen Gedichten und Liedern rühmt er vielfach die Taten Friedrichs des Großen, schweift aber auch in manche anderen Gefilde ab. Nachzulesen gibt es seine Werke in Gedichtbänden und Liedersammlungen wie „Königlich Preußische Kriegslieder“, „Gedichte nach Walter von der Vogelweide“, „Gedichte nach den Minnesingern“, „Versuch in Scherzhaften Liedern“, „Der Wirt und die Gäste“, „Halladat oder Das rote Buch“, „Episteln“, „Preußische Soldatenlieder in den Jahren von 1778 bis 1790“, „Einige Gedichte für einige Leser auf dem Kongreß zu Reichenbach und auf der Kaiserwahl zu Frankfurt am Main“, „Sinngedichte“ oder „Zeitgedichte“. Die Anschaffung für die heimische Panzerbüchersammlung ist angeraten. Mit seinen Werken wird unser Wilhelm Ludwig Gleim wie immer gefeiert. Diese werden passend bebildert und dazu wird unser altdeutsches Panzergetränk Met geschlürft. In seinem „Lied des Volks, als der König den Armen Brot, und dem Landmann Saatgetreide reichen ließ“ rühmt unser Dichter unseren Preußenkönig Friedrich den Großen, der einmal mehr seinem Volk aus schwerer Not hilft: http://www.zeno.org/Literatur/M/Gleim,+Johann+Wilhelm+Ludwig/Gedichte/Ausgew%C3%A4hlte+Gedichte

„Der König lebe! denn er sitzt

Auf seinem Thron, ein Vater, itzt,

Sieht Hungersnot,

Sieht unsern Tod,

Und sorgt für uns, und gibt uns Brot.

Und gibt uns, Lebensfroh zu sein,

Noch drüber, Samen auszustreun,

Und sieht uns an,

Der gute Mann!

Und unser Dank steigt Himmelan.

Er sieht uns an, und freuet sich;

Wir segnen unsern Friderich!

Wir segnen ihn,

Wir segnen ihn,

Wir, seine Kinder, segnen ihn!

Ein Vater war er allemal,

Wenn Hungersnot, und Lebensqual,

Von Gott gesandt,

Das Vaterland

Schwer drückte, nieder in den Sand!

Ein Held war er in Krieg und Streit,

Ein Held ist er in Friedenszeit,

Und aller Welt

Ist er ein Held,

Mit dem man gerne Frieden hält.

Halt ihn mit ihm, du Nachbarschaft!

Sonst fühlst du seines Armes Kraft,

Sonst fühlst du schwer

Den Geist, den er

Von Gott empfing, und keiner mehr

Wohl! daß er unser König ist!

Sagt, ob ihr einen bessern wißt?

Und sagt ihr: Nein!

So stimmt mit ein:

War‘ er es nicht; so sollt‘ er’s sein!“

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Den Geburtstag von unserem großen deutschen Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben feiern wir Deutschen heute. Unsterblichen Ruhm erwarb er sich durch die Dichtung unserer Nationalhymne, unserem Lied der Deutschen. Zur Welt Kam unser Dichter im Jahre 1798 in Fallersleben im Sachsenland. Zu spät geboren für unsere deutschen Befreiungskriege, drückte er die Schulbank, während Theodor Körner, Eichendorff und Max von Schenkendorf gegen den gallischen Wüterich Napoleon zu Felde zogen und Ernst Moritz Arndt selbigen mit seiner Feder zu Leibe rückte. Jedoch vergönnten ihm die Nornen unsere deutschen Befreiungskriege mitzuerleben und der Niederwerfung Gallien durch unseren Kriegsmeister Helmuth von Moltke den Älteren beizuwohnen. In Tübingen begann unser Heinrich von Fallersleben im Jahre 1816 das Studium der Gotteslehre, geriet aber in den Bann der alten Griechen und Römer. Unsere Gebrüder Grimm weckten in ihm aber die Begeisterung für unser deutsches Vaterland. Er veröffentlichte im Jahre 1821 seine ersten Dichtungen und führte daraufhin ein Wanderleben wie es im hohen Mittelalter unsere Minnesänger um Walter von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach taten. Im Jahre 1830 erhielt er einen Lehrstuhl an der Breslauer Hochschule. Im Jahre 1842 geriet unser Dichter mit unserem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. aneinander, verlor dadurch seinen Lehrstuhl und wurde gar aus Preußen ausgewiesen. Und so ließ sich unser Heinrich von Fallersleben 1855 in Corvey nieder, unternahm aber auch weiterhin viele Reise in unsere deutschen Gaue, wo er unsere alten Lieder und Sagen sammelte. Sein häusliches Glück fand unser Dichter – dank der Liebesgöttin Freya – im Jahre 1849 mit Ida vom Berge, die ihm vier Kinder schenkte. Zu finden sind seine Werke in Bänden und Sammlungen wie „Deutsche Lieder aus der Schweiz“, „Bonner Burschenlieder“, „Die Schöneberger Nachtigall“, „Die schlesische Nachtigall“, „Allemannische Lieder“, „Jägerlieder“, „Buch der Liebe“, „Unpolitische Lieder“, „Vierundvierzig Kinderlieder“, „Maitrank“, „Hoffmann’sche Tropfen“, „Soldatenlieder“, „Findlinge“, „Lieder für Schleswig-Holstein“ oder „Vaterlandslieder“ – ein Muß für eure heimische Panzerbüchersammlung. Weil unser Heinrich von Fallersleben mit seiner Feder bisweilen auch den (((Feind))) zu Leibe gerückt ist, liebt ihn die (((amerikanische))) Umerziehung nicht. Doch halten wir Deutschen es hier wie immer mit unserem Schiller: „Was ihn Euch widrig macht, macht mir ihn wert.“ Gefeiert wird unser Dichter natürlich mit seinen Gedichten und Liedern, wozu es schöne Bilder und unser altdeutsches Panzergetränk Met gibt. Von den Werken unseres Heinrich von Fallersleben habe ich mir natürlich „Das Lied der Deutschen“ – welches auf Grundlage von Haydns Kaiserquartett meisterhaft vertont wurde – ausgesucht, das immer und überall mit allen drei Strophen gesungen werden muß – alles andere ist nämlich umerzogen: https://www.bitchute.com/video/RItw7MuHDF52/

Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt,

Wenn es stets zu Schutz und Trutze

Brüderlich zusammenhält,

Von der Maas bis an die Memel,

Von der Etsch bis an den Belt –

Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang

Sollen in der Welt behalten

Ihren alten schönen Klang,

Uns zu edler Tat begeistern

Unser ganzes Leben lang –

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben

Brüderlich mit Herz und Hand!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Sind des Glückes Unterpfand –

Blüh im Glanze dieses Glückes,

Blühe, deutsches Vaterland!“

Otto von Bismarck, unser Eiserner Reichskanzler

Ich könnte nun dem Bismarck Vorhaltungen wegen der Abtrennung Österreichs machen. Muß aber an die Worte von Clausewitz denken und lasse es daher sein:

„Ein föderativer Staat ist aber im Kriege ein sehr morscher Kern; da ist keine Einheit, keine Energie, keine vernünftige Wahl des Feldherrn, keine Autorität, keine Verantwortlichkeit denkbar. Österreich und Preußen sind die beiden natürlichen Mittelpunkte des Stoßes für das Deutsche Reich, sie bilden den Schwingungspunkt, die Stärke der Klinge, sie sind monarchische Staaten, des Krieges gewohnt, haben ihre bestimmten Interessen, Selbständigkeit der Macht, sind vorherrschend vor den anderen. Diesen natürlichen Lineamenten muß die Einrichtung folgen und nicht einer falschen Idee von Einheit; diese ist hier ganz unmöglich, und wer über dem Unmöglichen das Mögliche versäumt, der ist ein Tor.“

Abgesehen davon hat Bismarck das Herzogtum Lothringen von der welschen Tyrannei befreit und daher feiere auch ich gerne Bismarcks Geburtstag mit. Man möge also die Trinkschädel ordentlich mit Met füllen. Geboren wurde er 1815 in Schönhausen und ab 1862 leitete er die preußische Regierung. Im Jahre 1871 wurde er Reichskanzler und blieb es bis 1890. Neben der Festigung der Reichsgewalt verdanken wir Deutschen ihm auch viele segensreiche Neuerdungen im Inneren. Ein Schwank aus Bismarcks Gedanken und Erinnerungen darf auch nicht fehlen. Als weitsichtiger Staatsmann macht sich unser Eiserner Kanzler so seine Sorgen um die Zwietracht unserer deutschen Stämme: http://www.zeno.org/Geschichte/M/Bismarck,+Otto+von/Gedanken+und+Erinnerungen

„Das Vorwiegen der dynastischen Anhänglichkeit und die Unentbehrlichkeit einer Dynastie als Bindemittel für das Zusammenhalten eines bestimmten Bruchteils der Nation unter dem Namen der Dynastie ist eine spezifisch reichsdeutsche Eigentümlichkeit. Die besonderen Nationalitäten, die sich bei uns auf der Basis des dynastischen Familienbesitzes gebildet haben, begreifen in sich in den meisten Fällen Heterogene, deren Zusammengehörigkeit weder auf der Gleichheit des Stammes noch auf der Gleichheit der geschichtlichen Entwicklung beruht, sondern ausschließlich auf der Tatsache einer in vielen Fällen anfechtbaren Erwerbung durch die Dynastie nach dem Rechte des Stärkeren oder des erbrechtlichen Anfalls vermöge der Verwandtschaft, der Erbverbrüderung oder der bei Wahlkapitulationen von dem kaiserlichen Hofe erlangten Anwartschaft. Welches immer der Ursprung dieser partikularistischen Zusammengehörigkeit in Deutschland ist, das Ergebnis derselben bleibt die Tatsache, daß der einzelne Deutsche leicht bereit ist, seinen deutschen Nachbarn und Stammesgenossen mit Feuer und Schwert zu bekämpfen und persönlich zu töten, wenn infolge von Streitigkeiten, die ihm selbst nicht verständlich sind, der dynastische Befehl dazu ergeht. Die Berechtigung und Vernünftigkeit dieser Eigentümlichkeit zu prüfen, ist nicht die Aufgabe eines deutschen Staatsmannes, so lange dieselbe sich kräftig genug erweist, um mit ihr rechnen zu können. Die Schwierigkeit, sie zu zerstören und zu ignorieren oder die Einheit theoretisch zu fördern, ohne Rücksicht auf dieses praktische Hemmnis, ist für die Vorkämpfer der Einheit oft verhängnisvoll gewesen, namentlich bei Benutzung der günstigen Umstände der nationalen Bewegung von 1848 bis 1850. Ich habe ein volles Verständnis für die Anhänglichkeit der heutigen welfischen Partei an die alte Dynastie, und ich weiß nicht, ob ich ihr, wenn ich als Alt-Hannoveraner geboren wäre, nicht angehörte. Aber ich würde auch in dem Falle immer der Wirkung des nationalen deutschen Gefühls mich nicht entziehen können und mich nicht wundern, wenn die Vis Major der Gesamtnationalität meine dynastische Mannestreue und persönliche Vorliebe schonungslos vernichtete. Die Aufgabe, mit Anstand zu Grunde zu gehen, fällt in der Politik, und nicht bloß in der deutschen, auch andern und stärker berechtigten Gemütsregungen zu, und die Unfähigkeit, sie zu erfüllen, vermindert einigermaßen die Sympathie, welche die kurbraunschweigische Vasallentreue mir einflößt. Ich sehe in dem deutschen Nationalgefühl immer die stärkere Kraft überall, wo sie mit dem Partikularismus in Kampf gerät, weil der letztere, auch der preußische, selbst doch nur entstanden ist in Auflehnung gegen das gesamtdeutsche Gemeinwesen, gegen Kaiser und Reich, im Abfall von Beiden, gestützt auf päpstlichen, später französischen, in der Gesamtheit welschen Beistand, welche alle dem deutschen Gemeinwesen gleich schädlich und gefährlich waren. Für die welfischen Bestrebungen ist für alle Zeit ihr erster Merkstein in der Geschichte, der Abfall Heinrichs des Löwen vor der Schlacht bei Legnano, entscheidend, die Desertion von Kaiser und Reich im Augenblick des schwersten und gefährlichsten Kampfes aus persönlichem und dynastischem Interesse…“

Da unser Eiserner Reichskanzler Otto von Bismarck unsere deutschen Stämme (weitgehend) zum Abwehrkampf gegen die Gallier geeint hat, bekommt er von mir natürlich die „Die Wacht am Rhein“ zum Wiegenfest: https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw

„Es braust ein Ruf wie Donnerhall,

wie Schwertgeklirr und Wogenprall:

Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!

Wer will des Stromes Hüter sein?

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,

und aller Augen blitzen hell:

der deutsche Jüngling, fromm und stark,

beschirmt die heilige Landesmark.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Er blickt hinauf in Himmelsauen,

wo Heldengeister niederschaun,

und schwört mit stolzer Kampfeslust:

„Du, Rhein, bleibst deutsch wie meine Brust!“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Und ob mein Herz im Tode bricht,

wirst du doch drum ein Welscher nicht.

Reich wie an Wasser deine Flut

ist Deutschland ja an Heldenblut.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

So lang ein Tropfen Blut noch glüht,

noch eine Faust den Degen zieht,

und noch ein Arm die Büchse spannt,

betritt kein Feind hier deinen Strand.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,

die Fahnen flattern hoch im Wind:

Zum Rhein, zum Rhein, am deutschen Rhein!

Wir alle wollen Hüter sein!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

So führe uns, du bist bewährt;

In Gottvertrauen greif’ zu dem Schwert,

Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!

Und tilg‘ die Schmach mit Feindesblut!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!“

Joseph Haydn

Im Jahre 1732 wurde unser großer deutscher Tondichter Joseph Haydn im österreichischen Rohrau geboren. Unsere deutsche Tondichtung hat er um mindestens 700 Meisterwerke vermehrt und darunter befindet sich auch die Melodie unseres geliebten Deutschlandliedes, welches unser Dichter Heinrich Hoffmann von Fallersleben ausdrücklich auf Haydns Melodie verfaßt hat. Daher darf unser Lied der Deutschen bei der Feier von Haydns Geburtstag auf gar keinen Fall fehlen (wie immer mit allen drei Strophen, denn alles andere ist umerzogen): https://www.youtube.com/watch?v=1_AQjNBVYFk

„Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt,

Wenn es stets zu Schutz und Trutze

Brüderlich zusammenhält,

Von der Maas bis an die Memel,

Von der Etsch bis an den Belt –

Deutschland, Deutschland über alles,

Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang

Sollen in der Welt behalten

Ihren alten schönen Klang,

Uns zu edler Tat begeistern

Unser ganzes Leben lang –

Deutsche Frauen, deutsche Treue,

Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Für das deutsche Vaterland!

Danach lasst uns alle streben

Brüderlich mit Herz und Hand!

Einigkeit und Recht und Freiheit

Sind des Glückes Unterpfand –

Blüh im Glanze dieses Glückes,

Blühe, deutsches Vaterland!“

Mit der Kindheit unseres Haydns geht es dazu bei unserem Musikgelehrten Carl Ferdinand Pohl weiter: http://www.zeno.org/Musik/M/Pohl,+Carl+Ferdinand/Joseph+Haydn

„Bevor wir uns nun mit den Eltern und dem Familienleben in Haydns ersten Kinderjahren eingehender beschäftigen, sei noch ein Blick geworfen auf das Äußere und Innere des Hauses, wie es zu jener Zeit mag bestanden haben. Wohl hatten die erwähnten Überschwemmungen der Leitha (1813 und 1833) das Wohnhaus wiederholt zerstört, doch wurde es jedesmal im Hauptmauerwerk wieder hergestellt und daß auch die innere Einteilung der Hauptsache nach dieselbe geblieben, bestätigte der erst unlängst (1873) verstorbene Landmann Martin Hoffmann, der noch in dem alten Hause im Jahre 1785 geboren wurde, es dann seit 1809 selbst besaß und nach der ersten Überschwemmung wieder aufbaute. Eine Abbildung in Öl aus dem Jahre 1829, also vor dem letzten Hochwasser, verdanken wir dem akademischen Künstler und Schüler des Wiener Konservatoriums, Wilhelm Kröpsch, der seine Arbeit dem Museum der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zum Geschenk machte. Wir erblicken in dem Bilde ein ebenerdiges, ziemlich ausgedehntes und mit einem Strohdache gedecktes Gebäude. Zur Linken der Einfahrt befinden sich vier Fenster, vor denen sich hölzerne Stakete auch noch dem Nachbarhause entlang hinziehen; ein üppig belaubter Baum gibt dem Hause auf dieser Seite einen freundlichen Abschluß. Rechts vom Tore zeigt sich zunächst eine größere Maueröffnung, der sich zwei schmälere Fenster anschließen. Die weiterhin sichtbaren Luftlöcher hart unterm Dache deuten auf Stallungen, der angebaute, mit loser Lattenwand gedeckte Teil unter besonderem Dache auf einen zur Aufbewahrung für Wagen, Feld- und Arbeitsgerät bestimmten Schuppen. Diese ganze Gassenfront des Hauses ziert zu beiden Seiten des Hoftores ein breit angelegter Rasen. Zur Rechten öffnet sich die Landschaft ins Freie; die Straße führt am Hause vorbei nach Bruck an der Leitha und ist jenseits der Brücke, die sie beim Grenzpfahl überschreitet, mit Bäumen bepflanzt; in der Ferne erblickt man auf mäßiger Anhöhe das Kirchlein des nächstliegenden Ortes Höflein. So weit die Abbildung.6 – Der rückwärtige Teil des Hauses hat sich fast unverändert erhalten. Noch heute findet man dort die schon angedeuteten Abteilungen: Stall, Vorrats- und Gerätskammer. Verschwunden ist dagegen die ehemals hier befindliche Werkstatt, in der Vater Mathias sein Wagnergeschäft betrieb. Ein kleiner Obst- und Gemüsegarten, der vom Hofraum bis an die vorbeifließende Leitha reicht, vervollständigt die Wirtschaft, doch war das jetzige Flußbett in früherer Zeit dem Hause näher gelegen. Das Innere des Hauses kennen zu lernen, treten wir durchs große Hausthor ein und gelangen links über einige, erst beim Umbau des Hauses angebrachte Stufen in ein kleines Vorzimmer (die frühere Küche, jetzt aber nur teilweise dazu verwendet) und von da in die eigentliche Wohnstube, der sich noch eine Kammer anschließt. Dieser ganze Teil des Hauses war früher tiefer gelegen, daher es auch vom Hausflur aus ganz eben zur Wohnung führte. Das niedere aber geräumige Wohnzimmer mit dunkelgebranntem Deckengebälk und umfangreichem grün glasierten Kachelofen und rotfarbiger Ofenbank wird allgemein als der Ort bezeichnet, wo Haydn zur Welt kam, doch war hier nur die allgemeine Wohnstube. Joseph und Michael und alle Kinder wurden im Zimmer zur rechten Seite des Hauses geboren, nun als Vorratskammer benutzt. Wenn man bedenkt, daß die Familie, obwohl sie beim Überblick des Stammbaums zahlreich genug erscheint, doch gleichzeitig nur aus wenigen Mitgliedern bestand (die größere Hälfte der Kinder starb kaum geboren, die überlebenden Söhne wurden in die Welt geschickt, die Töchter verheiratet), wird man die genannten Räume für vollkommen ausreichend für die Bedürfnisse des Hauses finden. Haydns Eltern waren einfache, rechtschaffene Leute und wußten bei den Kindern frühzeitig den Sinn für Religiosität, Tätigkeit, Ordnungsliebe und Reinlichkeit zu wecken. Die Wohltaten dieser Erziehung empfand Haydn durchs ganze Leben und dankerfüllt äußerte er sich noch im hohen Alter gegen den Maler Dies: „Meine Eltern haben mich schon in der zartesten Jugend mit Strenge an Reinlichkeit und Ordnung gewöhnt; diese beiden Dinge sind mir zur zweiten Natur geworden.“ Er verdanke seinen Eltern auch, daß sie ihn zur Gottesfurcht und, weil sie arm waren, notwendig zur Sparsamkeit und zum Fleiße angehalten hatten. – Einen tiefen Einblick in Haydns kindlich dankbares Gemüt bieten ebenso die Worte, mit denen er, ebenfalls gegen Dies, die Erwähnung seiner ersten Anstellung als Kapellmeister begleitet: „Meine gute Mutter, die von jeher auf das zärtlichste für mein Wohl besorgt war, lebte nicht mehr; doch hat mein Vater noch die Freude erlebt, mich als Kapellmeister zu sehen.“ Das Andenken seines Vaters zu ehren, vergißt Haydn auch bei Aufstellung seines letzten Willens nicht, indem er eine Summe bestimmt zur immerwährenden Instandhaltung der Seitenwunden-Statue, die der Vater auf dem Grabe seiner Frau errichten ließ und wo er dann selber an ihrer Seite die letzte Ruhe fand…“

Die Schlacht bei Paris

Die gallische Hauptstadt Paris wurde 1814 von unserem Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher und von seinem österreichischen Mitstreiter Schwarzenberg erstürmt worden. In der Folge mußte Napoleon abdanken und in die Verbannung nach Elba gehen. Damit fanden die Napoleonischen Kriege ihr vorläufiges Ende. Es war ein langer und blutiger Weg dahin. Mögen auch die Österreicher darin die Hauptlast getragen haben, so waren es doch unsere Preußen unter Blücher, die Napoleon letztlich gestürzt haben und dafür bekommen sie nun ihr Lied: https://www.youtube.com/watch?v=l-_XcuHcIPI

„Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?

Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran!

Daß für die Freiheit meine Väter starben,

Das deuten, merkt es, meine Farben an.

Nie werd‘ ich bang verzagen,

Wie jene will ich’s wagen

Sei’s trüber Tag, sei’s heitrer Sonnenschein,

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Mit Lieb‘ und Treue nah‘ ich mich dem Throne,

Von welchem mild zu mir ein Vater spricht;

Und wie der Vater treu mit seinem Sohne,

So steh‘ ich treu mit ihm und wanke nicht.

Fest sind der Liebe Bande;

Heil meinem Vaterlande!

Des Königs Ruf dring in das Herz mir ein:

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Nicht jeder Tag kann glühn im Sonnenlichte;

Ein Wölkchen und ein Schauer kommt zur Zeit;

Drum lese keiner mir es im Gesichte,

Daß nicht der Wünsche jeder mir gedeiht.

Wohl tauschten nah und ferne

Mit mir gar viele gerne;

Ihr Glück ist Trug und ihre Freiheit Schein:

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Und wenn der böse Sturm mich wild umsauset,

Die Nacht entbrennet in des Blitzes Glut;

Hat’s doch schon ärger in der Welt gebrauset,

Und was nicht bebte, war der Preußen Mut.

Mag Fels und Eiche splittern,

Ich werde nicht erzittern;

Es stürm‘ und krach‘, es blitze wild darein!

Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein!

Wo Lieb‘ und Treu‘ sich so den König weihen,

Wo Fürst und Volk sich reichen so die Hand,

Da muß des Volkes wahres Glück gedeihen,

Da blüht und wächst das schöne Vaterland.

So schwören wir auf’s neue

Dem König Lieb‘ und Treue!

Fest sei der Bund! Ja schlaget mutig ein!

Wir sind ja Preußen, laßt uns Preußen sein.

Und wir, die wir am Ost- und Nordseestrande,

Als Wacht gestellt, gestählt von Wog‘ und Wind,

Wir, die seit Düppel durch des Blutes Bande

An Preußens Thron und Volk gekettet sind,

Wir woll’n nicht rückwärts schauen,

Nein, vorwärts mit Vertrauen!

Wir rufen laut in alle Welt hinein:

Auch wir sind Preußen, wollen Preußen sein!

Des Preußen Stern soll weithin hell erglänzen,

Des Preußen Adler schweben wolkenan,

Des Preußen Fahne frischer Lorbeer kränzen,

Des Preußen Schwert zum Siege brechen Bahn.

Und hoch auf Preußens Throne

Im Glanz von Friedrichs Krone

Beherrsche uns ein König stark und mild,

Und jedes Preußen Brust sei ihm ein Schild!“

In seinem Buch über den Feldzug in Gallien von 1814 beschreibt und erläutert uns Carl von Clausewitz den Sturz Napoleons und kommt nun zum Entschluß des Unholds unserem Heer vor Paris in den Rücken zu gehen: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05304281/1/LOG_0003/

„Marsch Bonapartes in den Rücken Schwarzenbergs. Bonaparte nahm seine Richtung über Vitry und St. Dizier auf Chaumont und Langres; er kehrte um, sobald er erfuhr, daß die Verbündeten auf Paris marschierten. Hieraus geht deutlich hervor, daß er den Marsch als eine bloße Demonstration betrachtete, durch welche er seinem Gegner Schrecken einflößen und ihn zu falschen Schritten verleiten wollte. Zwar folgte er in dem Marsche über Troyes nach Paris (wie Koch behauptet) nicht seiner eigenen Idee, sondern der des Marschalls Berthier, allein die, welche er selbst zuerst faßte, ist nur eine Modifikation davon, nämlich über Vitry hinter der feindlichen Armee her zu marschieren und sie von hinten anzufallen. Daher wurde der Marsch auch am 21. nach Vitry angetreten. Vor diesem Orte besann er sich eines Andern, faßte einen Augenblick die Idee, sich in die Vogesen zu werfen, dann, über Sezanne und Coulommiers nach Paris zu marschieren, wurde aber von beidem durch die Marschälle Berthier und Ney abgebracht. Man sieht hieraus deutlich, wie wenig das ganze Unternehmen einen klar und bestimmt gedachten Zweck hatte. Da Bonaparte selbst nichts daraus zu machen gewußt hat, als eine Demonstration, so können wir sie auch nur unter diesem Gesichtspunkte beurteilen, und finden dann die Richtung über St. Dizier und Chaumont auf Langres sehr natürlich. Auch der Marsch über Troyes und Fontainebleau scheint uns das Zweckmäßigste zu sein, was Bonaparte zur Verbesserung seines ungeheuren Fehlers tun konnte. Hinter den Alliierten her marschieren, um sie von rückwärts anzugreifen, konnte nur zu einer gewissen Niederlage führen. In zwei Schlachten hatte Bonaparte erfahren, daß er keinen der beiden Gegner mit 40- bis 50,000 Mann besiegen könne, wie sollte er jetzt auf einen Sieg im freien Felde gegen die vereinigte Macht Beider rechnen! Übrigens konnte er sie auf dem linken Marne-Ufer nicht mehr einholen, und so würde er Mühe gehabt haben, über den Fluß zu kommen; in jedem Falle aber war die Eroberung von Paris schwerlich zu verhindern. Freilich betrug der gerade Weg bis Paris nur 21 Meilen, und der nach St. Dizier zurück und von da auf Brienne, Troyes und Fontainebleau 36, allein wer weiß nicht, daß man entfernt vom Feinde, auf großen Straßen, mit vorbereiteten Quartieren viel leichter sechs Meilen in 24 Stunden machen kann, als in gerader Richtung gegen den Feind viere. Aber einen unbegreiflichen Fehler hat Bonaparte darin gemacht, daß er nicht den 27. einem der Marschälle den Befehl über die Armee gab und mit Courierpferden nach Paris eilte, wo er den 28. angekommen sein würde, und wo es doch so viel für ihn zu tun gab. Es scheint fast, als habe er nicht Lust gehabt, seine Person der Schmach einer Niederlage unter den Mauern von Paris auszusetzen.“

Ernst Jünger, unser Dichter und Sturmtruppführer

In Heidelberg wurde 1895 unser Dichterheld Ernst Jünger geboren, der uns die Kämpfe des Vierjährigen Krieges aus der Froschsichtweise geschildert und damit die Schriften unserer Feldherren Hindenburg und Ludendorff nicht wenig ergänzt hat. Daher wollen wir seinen Geburtstag ein wenig mit unserem altdeutschen Panzergetränk Met feiern. Im Gegensatz zu so manch anderem Dichter schrieb unser Ernst Jünger die Kämpfe des Vierjährigen Krieges aus eigener Erfahrung nieder. Als Kriegsfreiwilliger hat er es bis zum Leutnant und Kompanieführer gebracht und das Eiserne Kreuz, den Hausorden der Hohenzoller und den blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen erhalten. Während der Anmaßung der Novemberverbrecher trat er diesen mit der Feder entgegen und war auch beim Stahlhelm fleißig tätig. Nach dem Sturz der Novemberverbrecher kehrte er zur Schriftstellerei zurück, meldete sich aber 1939 sofort wieder zum deutschen Heer und wurde zum Hauptmann befördert. Nennenswerte Waffentaten hat er aber im Sechsjährigen Krieg nicht vollbringen können, sondern war zum Besatzungsdienst in Gallien abgestellt. Nach dem Sechsjährigen Krieg scheint er ausgetauscht worden zu sein, denn sein späteres Werk beißt sich mit seinem früheren Regelrecht, wenn er auch nie in den bodenlosen Abgrund der amerikanischen Umerziehung gefallen ist. Lesenswert sind seine Das Wäldchen 125, Der Kampf als inneres Erlebnis, Sturm, Die totale Mobilmachung, Der Arbeiter – Herrschaft und Gestalt, Der Kampf um das Reich und natürlich „In Stahlgewittern. Aus dem Tagebuch eines Stoßtruppführers“ und aus diesem lesen wir Panzertiere anläßlich von Ernst Jüngers Geburtstag vor. Unser Held stürzt sich nun in das Gemetzel des Vierjährigen Krieges: https://archive.org/details/instahlgewittern34099gut

„Der Zug hielt in Bazancourt, einem Städtchen der Champagne. Wir stiegen aus. Mit ungläubiger Ehrfurcht lauschten wir dem langsamen Takte des Walzwerkes der Front, einer Melodie, die uns in langen Jahren Gewohnheit werden sollte. Ganz weit zerfloß der weiße Ball eines Schrapnells im grauen Dezemberhimmel. Der Atem des Kampfes wehte herüber und ließ uns seltsam erschauern. Ahnten wir, daß fast alle von uns verschlungen werden sollten an Tagen, in denen das dunkle Murren dahinten aufbrandete zu unaufhörlich rollendem Donner? Der eine früher, der andere später? Wir hatten Hörsäle, Schulbänke und Werktische verlassen und waren in den kurzen Ausbildungswochen zusammengeschmolzen zu einem großen, begeisterten Körper, Träger des deutschen Idealismus der nachsiebziger Jahre. Aufgewachsen im Geiste einer materialistischen Zeit, wob in uns allen die Sehnsucht nach dem Ungewöhnlichen, nach dem großen Erleben. Da hatte uns der Krieg gepackt wie ein Rausch. In einem Regen von Blumen waren wir hinausgezogen in trunkener Morituri-Stimmung. Der Krieg mußte es uns ja bringen, das Große, Starke, Feierliche. Er schien uns männliche Tat, ein fröhliches Schützengefecht auf blumigen, blutbetauten Wiesen. Kein schönrer Tod ist auf der Welt… Ach, nur nicht zu Haus bleiben, nur mitmachen dürfen! „In Gruppenkolonne antreten!“ Die erhitzte Phantasie beruhigte sich beim Marsche durch den schweren Lehmboden der Champagne. Tornister, Patronen und Gewehr drückten wie Blei. „Kurztreten. Aufbleiben dahinten!“ Ach, zu des Geistes Flügeln wird so bald Kein körperlicher Flügel sich gesellen! Endlich erreichten wir das Dorf Orainville, den Ruheort des Füsilier-Regiments 73, eins der typischen Nester jener Gegend, gebildet durch 50 Häuschen aus Ziegel- oder Kreidesteinen um einen parkumschlossenen Herrensitz. Das Treiben auf der Dorfstraße bot den kulturgewohnten Augen einen fremden Anblick. Man sah nur wenige scheue und zerlumpte Zivilisten; überall Soldaten in abgetragenen, zerschlissenen Röcken mit wettergegerbten, meist von großen Bärten umrahmten Gesichtern, die langsamen Schrittes dahinschlenderten oder in kleinen Gruppen vor den Türen der Häuser standen und uns Neulinge mit Scherzrufen empfingen. Irgendwo stand eine nach Erbsensuppe duftende Feldküche, von kochgeschirrklappernden Essenholern umringt. Die wallensteinsche Romantik wurde durch den beginnenden Verfall des Dorfes noch gesteigert. Nachdem wir die erste Nacht in einer gewaltigen Scheune verbracht hatten, wurden wir im Hofe des Schlosses vom Regimentsadjutanten, dem damaligen Oberleutnant v. Brixen, eingeteilt und ich der 9. Kompagnie überwiesen. Unser erster Kriegstag sollte nicht vorübergehen, ohne uns einen entscheidenden Eindruck zu hinterlassen: Wir saßen in der uns als Quartier angewiesenen Schule und frühstückten. Plötzlich dröhnte eine Reihe dumpfer Erschütterungen in der Nähe, während aus allen Häusern Soldaten dem Dorfeingang zustürzten. Wir befolgten dies Beispiel, ohne recht zu wissen warum. Wieder ertönte ein eigenartiges, nie gehörtes Flattern und Rauschen über uns und ertrank in polterndem Krachen. Ich wunderte mich, daß die Leute um mich sich zusammenduckten wie unter furchtbarer Drohung. Gleich darauf erschienen schwarze Gruppen auf der menschenleeren Dorfstraße, in Zeltbahnen oder auf den verschränkten Händen schwarze Bündel schleppend. Mit einem merkwürdig beklommenen Gefühl der Unwirklichkeit starrte ich auf eine blutüberströmte Gestalt mit lose am Körper herabhängendem Bein, die unaufhörlich ein heiseres „Zu Hilfe!“ hervorstieß und in ein Haus getragen wurde, von dessen Eingang die Rote-Kreuz-Flagge herabwehte. – Was war das nur? Der Krieg hatte seine Krallen gezeigt und die gemütliche Maske abgeworfen. Das war so rätselhaft, so unpersönlich. Kaum, daß man dabei an den Feind dachte, dieses geheimnisvolle, tückische Wesen irgendwo dahinten. Das völlig außerhalb der Erfahrung liegende Ereignis machte einen so starken Eindruck, daß es Mühe kostete, die Zusammenhänge zu begreifen. Es war wie eine gespenstische Erscheinung am hellen Mittag. Eine Granate war oben am Portal des Schlosses krepiert und hatte eine Wolke von Steinen und Sprengstücken in den Eingang geschleudert, gerade, als die durch die ersten Schüsse aufgeschreckten Insassen aus dem Torweg strömten. Sie erschlug 13 Opfer, darunter den Musikmeister Gebhard, eine mir von den hannoverschen Promenaden-Konzerten her wohlbekannte Erscheinung. Ein angebundenes Pferd witterte die Gefahr eher als die Menschen, riß sich wenige Sekunden vorher los und galoppierte, ohne verletzt zu werden, in den Schloßhof. Im Gespräch mit meinen Kameraden merkte ich, daß dieser Zwischenfall manchem die Kriegsbegeisterung sehr gedämpft hatte. Daß er auch auf mich stark gewirkt hatte, ersah ich aus zahlreichen Gehörstäuschungen, die mir das Rollen jedes vorüberfahrenden Wagens in das fatale Geräusch der Unglücks-Granate verwandelten. Am Abend desselben Tages kam der lang ersehnte Augenblick, in dem wir, schwer bepackt, zur Kampfstellung aufbrachen. Durch die aus phantastischem Halbdunkel ragenden Ruinen des Dorfes Betricourt führte unser Weg nach einem einsamen, in Tannenwaldungen versteckten Forsthause, der sogenannten „Fasanerie“, wo die Regiments-Reserve lag, der bis zu dieser Nacht auch die dort liegende 9. Kompagnie angehörte. Ihr Führer war der Leutnant d. R. Brahms. Wir wurden in Empfang genommen, auf die Gruppen verteilt und befanden uns bald im Kreise bärtiger, lehmbekrusteter Gesellen, die uns mit einem gewissen ironischen Wohlwollen begrüßten. Wir wurden gefragt, wie es in Hannover aussähe, und ob der Krieg denn noch nicht bald zu Ende gehen sollte. Dann drehte sich das Gespräch in eintöniger Kürze um Schanzen, Feldküche, Grabenstücke und andere Angelegenheiten den Stellungskrieges. Nach einiger Zeit erscholl vor der Tür unseres hüttenartigen Aufenthaltes der Ruf: „Heraustreten!“ Wir traten bei unseren Gruppen an und stießen auf das Kommando: „Laden und Sichern!“ mit geheimer Wollust einen Rahmen scharfer Patronen ins Magazin. Dann ging es schweigend Mann hinter Mann querbeet durch die nächtliche, von dunklen Waldstücken besäte Landschaft. Ab und zu verhallte ein einsamer Schuß, oder eine Leuchtkugel strahlte zischend auf, um nach kurzer, geisterhafter Beleuchtung eine noch tiefere Dunkelheit zu hinterlassen. Monotones Klappern von Gewehr und Schanzzeug durch den Warnungsruf: „Achtung, Draht!“ unterbrochen. Wie oft bin ich nach diesem erstenmal in halb melancholischer, halb erregter Stimmung durch ausgestorbene Landschaften zur vorderen Linie geschritten! Endlich verschwanden wir in einem der Laufgräben, die sich wie weiße Schlangen durch die Nacht zur Stellung wanden. Dort fand ich mich einsam und fröstelnd zwischen zwei Schulterwehren wieder, angestrengt in eine vorm Graben liegende Tannenreihe starrend, in der meine Phantasie mir allerhand Schattengestalten vorgaukelte, während ab und zu eine verirrte Kugel durchs Geäst klatschte. Die einzige Abwechslung in dieser schier endlosen Zeit war, daß ich von einem älteren Kameraden abgeholt wurde und mit ihm durch einen langen, schmalen Gang zu einem vorgeschobenen Postenloch trottete, in dem wir wiederum damit beschäftigt waren, das Vorgelände zu betrachten. Zwei Stunden durfte ich in einem kahlen Kreideloche versuchen, den Schlaf der Erschöpfung zu finden. Als der Morgen graute, war ich bleich und lehmbeschmiert wie die anderen, und es war mir, als ob ich dieses Maulwurfsleben schon monatelang geführt hätte…“

Das Tiroler Heimatlied

Mag unsere Grafschaft Tirol gegenwärtig auch vom deutschen Reichsverband abgetrennt und deren Südteil obendrein auch noch von den Italienern besetzt sein, so wollen wir diese schöne und ruhmreiche – unser Andreas Hofer und der Tiroler Volksaufstand gegen Napoleon sagen euch hoffentlich noch etwas – deutsche Landschaft einmal mehr besingen: https://www.youtube.com/watch?v=6B9xf_plcWs

„Wohl ist die Welt so groß und weit

Und voller Sonnenschein

Das allerschönste Stück davon

Ist doch die Heimat mein

Dort wo aus schmaler Felsenkluft

Der Eisack springt heraus

Von Sigmunds Kron der Etsch entlang

Bis zur Salurner Klaus

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Wo König Ortler seine Stirn

Hoch in die Lüfte reckt,

Bis zu des Haunolds Alpenreich,

Das tausend Blumen deckt:

Dort ist mein schönes Heimatland

Mit seinem schweren Leid,

Mit seinen stolzen Bergeshöh’n,

Mit seiner stolzen Freud.

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Im Frühling, wenn’s im Tal entlang

Aus allen Knospen sprießt,

Wenn auf dem Schlern im Sonnenhang

Der Winterschnee zerfließt:

Da fühl ein eigen Sehnen ich

Und halt es nicht mehr aus,

Es ruft so laut die Heimat mich,

Ich wandre froh hinaus.

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Wenn in der Sommersonnwendnacht

Das Feuer still verglimmt,

Weiß jeder und das Herz ihm lacht:

Die Kletterzeit beginnt.

Von König Laurins Felsenburg,

So stolz und kühn gebaut,

Hab wohl von jeder Zinne

Oft die Heimat ich geschaut.

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Dann kommt mit seiner Herrlichkeit

Der Herbst ins Land herein

Und alle Keller füllen sich

Mit Heimatfeuerwein.

Man sitzt beim vollen Glase dann

Und singt ein frohes Lied,

Wenn in des Abends Dämmerschein

Der Rosengarten glüht.

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Das Jahr vergeht, die Zeit verrinnt

Und leise über Nacht deckt’s Heimatland

In Berg und Tal

Des Winters weiße Pracht.

Zu einem kleinen Hüttlein

Führt die Spur von meinen Ski,

Und abends tönt vom Berg ins Tal

Ganz leis die Melodie:

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.

Drum auf und stoßt die Gläser an,

Es gilt der Heimat mein:

Die Berge hoch, das grüne Tal,

Mein Mädel und der Wein!

Und wenn dann einst, so leid mir’s tut,

Mein Lebenslicht verlischt,

Freu ich mich, daß der Himmel auch

Schön wie die Heimat ist!

Hei di hei da hei da

Ju vi val le ral le ra

Hei da hei da

Ju vi val le ral le ra.“

Die Schlacht am Naratschsee

Unser alter Feldmarschall Hermann von Eichhorn hat heute die Schlacht am Naratschsee zu Ende geschlagen. Diese Schlacht tobte 1916 vom 18. März an und stellt einen gewaltigen Abwehrerfolg dar. Unsere X. Armee wurde nämlich dort von 350,000 Russen und 1000 Geschützen angegriffen, verfügte aber selbst nur 75,000 Mann und 400 Geschütze. Das Wetter war auch nicht sonderlich freundlich und machte unseren Truppen schwer zu schaffen. Dennoch konnte der russische Angriff abgeschlagen werden. Unser Feldmarschall Hindenburg schätzt die Verluste der Russen auf mindestens 140,000 Mann, wogegen wir Deutschen 20,000 Recken verloren haben. Das Lied vom Argonnerwald paßt daher sehr schön zu unserer heutigen Siegesfeier, denn ebenso vergeblich wie die Gallier im Argonnerwald versuchten die Russen beim Naratschsee in unsere Stellungen einzubrechen… https://www.youtube.com/watch?v=jK035HYZJv0

„Argonnerwald, um Mitternacht,

Ein Pionier stand auf der Wacht.

Ein Sternlein hoch am Himmel stand,

Bringt ihm ’nen Gruß aus fernem Heimatland.

Und mit dem Spaten in der Hand

Er vorne in der Sappe stand.

Mit Sehnsucht denkt er an sein Lieb:

Ob er sie wohl noch einmal wiedersieht?

Und donnernd dröhnt die Artillerie.

Wir stehen vor der Infanterie.

Granaten schlagen bei uns ein,

Der Franzmann will in unsere Stellung ‚rein.

Er frug nicht warum und nicht wie,

Tat seine Pflicht wie alle sie.

In keinem Liede ward es gehört,

Ob er geblieben oder heimgekehrt.

Bedroht der Feind uns noch so sehr,

Wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr.

Und ob er auch so stark mag sein,

In unsere Stellung kommt er doch nicht ‚rein.

Der Sturm bricht los, die Mine kracht,

Der Pionier gleich vorwärts macht.

Bis an den Feind macht er sich ran

Und zündet dann die Handgranate an.

Die Infanterie steht auf der Wacht,

Bis daß die Handgranate kracht,

Geht dann mit Sturm bis an den Feind,

Mit Hurra nimmt sie dann die Stellung ein.

Der Franzmann ruft: Pardon Monsieur!

Hebt beide Hände in die Höh,

Er fleht uns dann um Gnade an,

Die wir als Deutsche ihm gewähren dann.

Bei diesem Sturm viel Blut auch floß,

Manch junges Leben hat’s gekost´.

Wir Deutsche aber halten stand,

Für das geliebte, teure Vaterland.

Und droht der Feind uns noch so sehr,

wir Deutsche fürchten ihn nicht mehr,

und ob er auch so stark mag sein,

in unsere Stellung kommt er doch nicht rein.

Argonnerwald, Argonnerwald,

Ein stiller Friedhof wirst du bald!

In deiner kühlen Erde ruht

So manches tapfere Soldatenblut.

Und komm‘ ich einst zur Himmelstür,

Ein Engel Gottes steht dafür:

Argonnerkämpfer, tritt herein,

Hier soll für dich der ewige Friede sein.

Du Pionier um Mitternacht,

Heut‘ steht ganz Deutschland auf der Wacht.

In Treue fest, im Wollen rein,

Als eine neue starke Wacht am Rhein!“

Nachzulesen gibt es die Geschichte der Schlacht am Naratschsee bei unserem Geschichtsschreiber Walter Flex in „Die russische Frühjahrsoffensive 1916“ und darin beginne ich mit dem ersten Schlachttag: https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC05677910/1/

„Punkt sechs Uhr morgens setzten gleichzeitig die Schrapnellsalven zahlreicher Batterien jaulend und kläffend mit niedrigen Sprengpunkten gegen die deutschen Gräben zwischen Narocz-See und Wiszniew-See. Aus geringer Höhe ließen sie die Schloßen-Saat der Bleikugeln in die deutschen Gräben niederprasseln. Mit einem ohrenbetäubenden Krach zersprangen gleichzeitig die zahllosen Schrapnells, die schlohweißen Sprengwölkchen standen leuchtend, zu einer sauberen Kette gereiht, in dem brauenden Frühnebel zwischen den Seen und bezeichneten haarscharf den Verlauf der deutschen Linien. Ehe noch der helle, giftige Ton, der dem peitschenscharfen Knall der Detonation nachschwang, ausgesungen hatte, erfolgten weit hinter dem Nebel die Paukenschläge, die den Abschuß der schweren Steilfeuergeschütze bezeichnen. Und nun raste es von allen Seilen mit Jaulen und Fauchen heran wie das ohrenbetäubend aufschwellende Näherbrausen von Hochbahnzügen, die unsichtbar auf unsichtbaren Brücken durch die Luft jagten. Schlag auf Schlag erfolgten die Detonationen, daß in den Mannschaftsunterständen beim pausenlosen Erdröhnen und Erbeben der Erde die Fensterscheiben klirrten und Kochgeschirre und Trinkbecher auf den Wandbrettern tanzten. Flügelminen schaukelten langsam und behäbig durch das rasend entfesselte Heer der Luftunholde und barsten mit betäubendem Krachen in den Gräben, daß auf 100 Meter im Umkreis alle Scheiben wie unter eisernen Geißelhieben zersprangen. Mit giftigem Kläffen sprangen die tannenzapfengroßen Stahlgranaten der tückischen Revolverkanonen dazwischen. Batterien aller Kaliber vereinigten sich zu vernichtender Wirkung gegen die Gräben der 250er und 251er am Narocz-See, gegen den linken Flügel der 249er am Ladiszki-Bruch und gegen die Landwehr-Regimenter XXIV und XLVIII der IX. Kavalleriedivision zwischen Ladiszki-Sumpf und Wiszniew-See. Das im Sumpfland zurückgebogene Zentrum der Landenge lag nur strichweise unter Feuer. In den tief unter die Brustwehren gebuddelten Fuchslöchern horchten die Mannschaften mit blaß gewordenen Gesichtern und groß werdenden Augen, in die eine harte, lauernde Spannung getreten war, auf den ebbenden und schwellenden Orkan der Artillerieschlacht, die mit einer im Osten bisher unerhörten Heftigkeit fort wütete. Mit berserkerhafter Kraft wuchteten die Zentnerlasten amerikanischer und japanischer Stahlgranaten besonders gegen die eigentümlich auf schmalen Dünenrücken vorspringenden „Balkonstellungen“ der südlich des Narocz-Sees eingegrabenen Regimenter. Ein splitterndes und brechendes Krachen kam aus den Wäldern um Pronki und beide Seen, wo die russischen Granaten die Baumkronen wie mit eisernen Fäusten auseinanderrissen, um die deutschen Batterien und Reserven zu fassen und zu vernichten. Vom Blada-See, wo im Hochwald verborgen die schwerkalibrigen Russengeschütze eingebaut waren, donnerte es unaufhörlich über Narocz-Fluß und Narocz-See herüber in die Flanke der 250er. Feurige Sensen mähten durch die Distelbeete der Drahthindernisse. Von Izoroda aus wüteten flankierende Batterien mit immer gesteigerter Wut gegen die Kampfgräben der 251er vor Mokrzyce. Die Hügelstreifen zwischen dem Sumpf und den Seen schienen zu einer Kette von feuerspeienden Bergen geworden, die von allen Seiten her ihr glühendes Eisen auf die deutschen Gräben schütteten. Die schwarze Sumpferde des Ladiszki-Bruchs und der helle Dünensand der Seehügel wurden in schwarzen und weißen Riesenfontänen empor geschleudert. Aus den granithart gefrorenen roten Lehmschichten, die zwischen den Sand gebettet sind, wurden zentnerschwere Blöcke gesprengt und als riesige rote Findlinge in das Hintergelände der Gräben geschleudert, daß der Tauschnee Klatschend nach allen Seiten sprang…“

Tannhäuser

Ein Volk der Dichter und Denker sind wir Deutschen fürwahr und so wollen wir Panzertiere heute unserem Minnesänger Tannhäuser gedenken. Weder geboren wurde er heute noch ist er gestorben, denn beides wissen wir nicht und haben auch sonst keine Kunde von ihm. Man vermutet, daß er wohl um 1270 gestorben ist. Um sein Leben rankt sich so manche Sage und unser Tondichter Richard Wagner verewigte ihn in seiner berühmten Oper. Überliefert sind uns seine Werke in der Heidelberger Liederhandschrift (dem Kodex Manesse) und daraus habe ich mir „Wollt ihr in vollkommener Freude leben“ ausgesucht:

Wollt ihr in vollkommener Freude leben,

so will ich euch den Weg zeigen,

Und seid ihr froh, so freue ich mich.

Seit wir den Sommer erblickt haben,

liegen die Wiesen ganz wundervoll da,

das muß man ihnen mit recht zugestehen.

Zum Zeitvertreib ging ich

auf eine große grüne Wiese,

so daß die ganze Fläche so herrlich wirkte,

daß mir mein Liebeskummer verging.

Da hörte ich die Vögel sich der

wundervollen Zeit erfreuen.

Das kam von dem erfrischenden Tau,

daß sie um die Wette sangen.

Ich hörte dort mancherlei Gezwitscher

von den kleinen Vögelchen.

Die Wiese gab ihnen angenehmen Lohn

durch den Anblick verschiedener Blumen.

Von diesen Blumen pflückte ich viele,

wo immer ich sie auf der Wiese erblickte.

Es schien mir ein angenehmer Zeitvertreib.

Ein Abenteuer widerfuhr mir,

Durch das mein Herz voll Freude war

und immer in Freuden bleiben darf:

Ich sah durch das grüne Gras

ein sehr schönes Mädchen gehn.

Mein Herz, das wurde mit Freuden erfüllt,

als ich die Schöne das erste Mal sah;

sie schien mir so liebreizend,

daß ich mich ihr für eigen erklärte

Und ich ihr so nahe kam,

daß ich ihr meinen Gruß entbot

und sie mich wirklich wahrnahm.

Da wurde ich von allen meinen Sorgen befreit.

Ach, wie diese Liebreizende erschrak,

als mich die Schöne erblickte!

Da war der Tag so wundervoll.

Sie trug einen rosenfarbenen Kranz.

Nie sah ich ein schöneres,

so vollkommen wohlgestaltetes Wesen,

als sie über die Wiesen ging.

Bei ihr würde ich niemals alt.

Ich sprach die Liebreizende an:

Wie seid ihr so alleine hierher gekommen,

an diesem frühen Morgen?“

Sie antwortete: „Ihr müßt mir glauben:

Wegen der angenehmen Luft kam ich im Tau

auf der Suche nach Rosenblüten her.“

Ich sprach: „Liebreizende Herrin,

deine Gunst suche ich hier!“

Auf sie richtete ich meine Gedanken

und auch die Neigung meines Herzens:

Herrin, um der dir eigenen Güte willen

nimm mein Herz mit dir hin!

Das empfang zu deinem Lohn:

Du besitzt alle Arten von Vorzügen!

Herrin, Krone meines Herzens,

wenn das geschieht, handelst du recht!“

Als wir zusammen in den Klee

traten, war uns angenehm weh zumute.

Die Schöne drückte ich fest an mich.

Sie schrie, daß es sehr laut erscholl.

Ihren roten Mund, den küsste ich ihr.

Sie sagte: „Ihr bringt mich ins Gerede!“

So wurde ich ihr Gesprächspartner.

Ich nahm sie bei der weißen Hand.

Wir sorgten für einen Glücksfall;

ich wurde mit Herzensfreude bekannt

gemacht.

Niemand kann wirklich begreifen,

was für eine beständige Freude unter uns

als wem solches Heil geschieht: herrschte,

der wird es um so mehr glauben.

Wer niemals Herzeleid erfuhr,

der schreite mit Freuden diesen Tanz.

Wenn ihm das Herz durch Liebe entbrannte,

so soll er einen Kranz aus Rosen

tragen: Der schenkt ausgelassene Stimmung.

Wenn sein Herz Freude begehrt

und innig an die Güte der Damen denkt,

dann wird er reichlich belohnt.

Sie schenkt viel größere Freude

als das Blühen des lieblichen Maien,

als all die Blumen und der Klee.

Ihr lieblicher Name, der ist so schön.

Genau das habe ich an meiner geliebten

Herrin herausgefunden.

Gelobt sei die liebliche Stunde,

als ich das Strahlen ihrer Augen sah

Und ich in ihre Liebesbande

so sehr verstrickt wurde

durch Arme und durch weiße Hände:

Gelobt sei diese Liebesfahrt!

Da ist sie getänzelt

über die grünen Wiesen, ihr Kleid

mit kleinen Falten schön verziert.

Auf sie richten sich all meine Gedanken.

Wir wollen uns noch einen Tanz erlauben,

da das Tanzen bald sein Ende findet,

und wollen ausgelassenen leben.

Mädchen, dazu habt ihr meinen Rat:

Werft alle falsche Traurigkeit ab!

Seid – anständig – froh!

Gelangen wir zu ihrer Haltung,

so wollen wir es tun wie sie!“