Am heutigen Tag im Jahre 1942 meisterte unsere Messerschmitt 262 – mit Panzertiernamen Schwalbe genannt – ihren Erstflug. Seit 1938 wurde daran gebastelt und rechtzeitig in großer Zahl gebaut, hätte sie wohl die feindlichen Bomberverbände stark dezimiert. Was nicht nur unsere Städte vor weiteren Zerstörungen bewahrt, sondern auch unsere Waffenschmieden und Verkehrswegen sehr gut getan hätte. Ob es für die Abwehr der Landfeinde gereicht hätte, wissen wir zwar nicht, aber jeder feindliche Bomber, der mehr abgeschossen worden wäre, wäre schön gewesen. Mit ihren zwei Jumo Triebwerken erreichte unsere Me 262 eine Geschwindigkeit von 870 Stundenkilometern und hatte eine Reichweite von 840 Kilometern. Mit vier 30mm-Geschützen und 24 Orkan-Raketen war sie hervorragend bewaffnet. Gebaut wurden 1360 Stück, allerdings davon viele als untaugliche Jagdbomber. Von unseren Fliegerassen erzielten Kurt Welter 29 Abschüsse, Franz Schall 17 und Oskar-Heinrich Bär 16 Stück. Walter Schuck schoß bei einem Feindflug vier amerikanische B-17 Bomber ab. Unser Walter Nowotny und unser Adolf Galland waren auch etwas mit unser Me 262 unterwegs. Unsere Me 262 bekommt zu ihrem Erstflug unsere altdeutschen Fliegerlieder und ich suche mir für sie „Flieger sind Sieger“ aus: https://www.youtube.com/watch?v=4XTepsN2bBM

„Wir jagen durch die Lüfte

Wie Wotans wildes Heer,

Wir schau’n in Wolkenklüfte

Und brausen über’s Meer.

Hoch tragen uns die Schwingen

Wohl über Berg und Tal,

Wenn die Propeller singen

Im ersten Morgenstrahl.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.

Uns kümmert kein Gewitter,

Uns schert nicht Tag und Nacht,

Wir sind des Reiches Ritter

Und halten treue Wacht.

Es singen die Propeller

Ein stolzes, starkes Lied,

Sie singen hell und heller

Vom Sieg, der mit uns zieht.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.

Und starten unsere Ketten*

Zum Flug nach Engeland,

Kein Wunder soll es retten,

Frisch dran mit Herz und Hand.

Nach England woll’n wir fliegen,

Glück ab, mein Kamerad,

Bis sie am Boden liegen

Und Deutschland Frieden hat.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.“

Bei unserem Fliegergeneral Adolf Galland nimmt das Bomberunglück unserer Me 262 nun seinen Lauf:

„Die nächsten Tage vergingen ohne jede Nachricht oder Befehl von oben ich fieberte förmlich darauf, auch Hitler für unseren Plan zu gewinnen. Als Tage verstrichen, ahnte ich, dass sich unsere Hoffnungen auf eine schnelle Verwirklichung des deutschen Düsenjägers nicht bestätigen würden. Hitler hatte seine Zustimmung verweigert. Er begegnete Göring und der Luftwaffe damals bereits mit so großem Misstrauen, dass er sich persönlich von den Voraussetzungen unseres Vorschlages zu überzeugen wünschte. Er hielt Göring – nicht zu Unrecht – vor, dass ihn die Luftwaffe schon zu oft mit angekündigten technischen Neuerungen und Verbesserungen enttäuscht habe. Der schwere Bomber, die He 177, sei ihm für spätestens 1941 versprochen worden. Und noch heute könne man nicht absehen, wann dieses Flugzeug endlich zum Einsatz kommen werde. Es solle mit der Me 262 nichts überstürzt werden. Alle Veranlassungen hätten zu unterbleiben, bis er entschieden habe. Wie groß Hitlers Misstrauen war, geht aus der Tatsache hervor, dass er zu der nun von ihm einberufenen Konferenz der Entwicklungsexperten in seinem Hauptquartier nicht einen einzigen Vertreter der Luftwaffe hinzuzog, ja deren Teilnahme ausdrücklich verbot. Der Reichsmarschall nahm diesen offensichtlichen Affront passiv zur Kenntnis. Hitler verlangte von den bei ihm versammelten Ingenieuren, Konstrukteuren und Spezialisten bindende Zusagen und Garantien, die sie nicht geben konnten. Mit diesen Sicherheiten wäre unsere Planung risikolos gewesen. Wir waren ja aber gerade von der Voraussetzung ausgegangen, dass die in Aussicht stehenden großen Möglichkeiten die Inkaufnahme gewisser Risiken rechtfertige. Hitler selbst hat in die meisten seiner Planungen wohl erheblich größere Unsicherheitsfaktoren eingebaut! Er überfuhr selbst Messerschmitt und die anderen verantwortlichen Männer, die mit mir zusammen vor wenigen Tagen den zur Diskussion stehenden Plan ausgearbeitet hatten, ließ sie kaum zu Worte kommen und ordnete an, dass die technische Erprobung der Me 262 einstweilen mit einigen wenigen Versuchsmustern weitergeführt, jedoch noch keinerlei Vorbereitungen für den Serienbau getroffen werden dürften. Diese weittragende Entscheidung wurde ohne Zustimmung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe getroffen. Damit wurde die Fertigung der Me 262, die bereits durch den Führerbefehl vom Herbst 1940, die Entwicklungsarbeiten zu unterbrechen, eine Verzögerung von etwa einem Jahr erlitten hatte, um mindestens weitere sechs Monate hinausgeschoben! – Meiner Ansicht nach sind in der Entwicklung der Me 262 auf diese Weise rund anderthalb Jahre vertan worden. Wir Jagdflieger wussten, welche Bedeutung ein solcher Zeitraum in der technischen Entwicklung des Luftkrieges hat. Wir bekamen ja täglich an den Fronten und über dem Reich den wachsenden feindlichen Vorsprung nicht nur an Masse, sondern auch an Qualität zu spüren.“

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In Leiden wurde im Jahre 1606 unser großer deutscher Maler Rembrandt van Rijn geboren. Bis zu 700 Gemälde rechnet man ihm zu, wobei sich die Malerei-Gelehrten unentwegt über die Echtheit mancher Werke streiten. In die Wiege gelegt war unserem Rembrandt die Kunst übrigens durchaus nicht. Sein Vater Hermen Gerritszoon van Rijn war Müller und seine Mutter Neeltgen Willemsdochter van Zuytbrouck war eine Bäckerstochter. Doch war Maler damals ein achtbarer Beruf in unseren deutschen Niederlanden und so ging unser Rembrandt ab 1621 bei Jacob van Swanenburgh in die Lehre und 1623 kurz bei Pieter Lastmann. Schon 1626 eröffnete er mit Jan Lievens eine eigene Werkstatt. Gut zu tun hatte unser Rembrandt, aber die Geldsorgen verließen ihn nie – ein echter Künstler, eben. Sein Glück fand er 1634 als er Saskia von Uylenburgh, eine Patriziertochter heiratete, mit der er einen Sohn namens Titus hatte. Seine Frau starb leider bald und so bandelte unser Rembrandt mit Hendrickje Stoffels ab, die der Schuft auch dann nicht heiratete als sie ihm eine Tochter namens Cornelia gebar. Sein Werk ist recht vielseitig und umfaßt Sagenstoffe, Bilder seiner selbst und seiner Liebsten, berühmter und weniger berühmter Zeitgenossen, Religionszeug, Landschafts- und Sittenbilder. Ihr solltet also ein paar schöne Bilder für unsere kleine Geburtstagsfeier finden. Ach ja: Falls die Umerzogenen und Amerikanisierten herum heulen sollten, weil sie glauben, daß unser Rembrandt Niederländer und kein Deutscher sei. Sei ihnen gesagt, daß die Niederländer ebenso Deutsche sind wie die Sachsen, Österreicher, Preußen, Bayern, Schweizer, Franken, Schlesier, Pommern, Lothringer, Friesen und Schwaben. Als Niederländer bekommt unser Rembrandt natürlich das Wilhelmslied zum Geburtstag: https://www.youtube.com/watch?v=_U2HsdbbDgI

Wilhelm von Nassau

Bin ich, von deutschem Blut

Den Vaterland getreu

Bleib‘ ich bis in den Tod

Ein Prinz von Oranien

Bin ich, frei und furchtlos

Den König von Spanien

Hab‘ ich allzeit geehrt

In Gottesfurcht zu leben

Hab‘ ich allzeit getracht’t

Darum bin ich vertrieben

Um Land, um Leute gebracht.

Aber Gott wird mich regieren,

Als ein gutes Instrument

Dass ich werd‘ wiederkehren

in des meinen Regiment.

Leidet Ihr, meine Untertanen

Die aufrecht sind von Art,

Gott wird Euch nicht verlassen,

Auch seid Ihr nun beschwert.

Der fromm begehrt zu leben,

Bittet Gott Nacht und Tag,

Dass Er mir Kraft soll geben,

Dass ich Euch helfen mag.

Leben und Gut all‘ zusammen

hab‘ ich euch nicht verschont,

meine Brüder hohen Namens

haben’s Euch auch schon gezeigt.

Graf Adolf ist geblieben,

in Friesland in der Schlacht,

seine Seel‘ im ewigen Leben

erwartet den Jüngsten Tag.

Edel und hochgeboren,

von kaiserlichem Stamm,

ein Fürst des Reichs erkoren,

als ein frommer Christenmann,

vor Gottes Wort gepriesen,

hab‘ ich, frei unverzagt,

als ein Held ohne Frieden

mein edles Blut gewagt.

Mein Schild und mein Vertrauen

seid Ihr, oh Gott mein Herr,

auf Euch so will ich bauen,

verlasst mich nimmermehr.

Dass ich doch fromm mag bleiben,

Euer Diener zu jeder Stund’,

die Tyrannei vertreiben

die mir mein Herz verwund’t.

Von Allen die mich belasten

und meine Verfolger sind,

mein Gott, wird doch bewahren

den treuen Diener dein,

dass sie mich nicht überraschen

in ihrem bösen Mut,

ihre Hände nicht d’rin waschen

in meinem unschuldigen Blut.

Als David musste flüchten

vor Saul dem Tyrann,

so hab‘ ich müssen schmachten

wie mancher Edelmann.

Aber Gott hat ihn erhoben,

erlöst aus aller Not,

ein Königreich gegeben,

in Israel sehr groß.

Nach dem Sauren werde ich empfangen

von Gott meinem Herrn das Süße,

danach so tut verlangen

mein fürstliches Gemüt.

Das ist, dass ich mag sterben

mit Ehren auf dem Feld,

ein ewig Reich erwerben

als ein getreuer Held.

Nichts tut mich mehr erbarmen

in meiner Widerkraft

als das man sieht verarmen

des Königs Länder und Gut.

Dass ihr die Spanier kränkt,

o edeles Niederland süß,

wenn ich daran denke,

mein edeles Herz das blutet.

Als ein Prinz aufgesessen

mit meiner Heereskraft,

von dem Tyrann vermessen

habe ich die Schlacht erwartet.

Die, bei Maastricht (sind) begraben,

befürchteten meine Gewalt;

meine Reiter sah man traben

sehr mutig durch das Feld.

Wenn es der Wille des Herren

zu dieser Zeit gewesen wäre,

hätte ich gern wollen abkehren

von Euch diese schwere Härte

Aber der Herr von hieroben,

der alle Dinge regiert,

den man allezeit muss loben,

und hat es nicht begehrt.

Sehr christlich war getrieben

mein prinzliches Gemüt,

standhaftig ist geblieben

mein Herz im Widersinn.

Den Herrn hab‘ ich gebeten,

aus meines Herzens Grund,

dass Er meine Sache möge retten,

meine Unschuld machen kund.

Verzeiht meine arme Schafe

die (ihr) seid in großer Not,

Euer Hirte wird nicht schlafen,

auch seid Ihr nun zerstreut.

Zu Gott sollt Euch begeben,

sein heilsam‘ Wort nehmt an,

als fromme Christen leben,

es wird hier schnell getan sein.

Vor Gott will ich bezeugen

und seiner großen Macht,

dass ich zu keinen Zeiten

den König hab‘ veracht’t.

Denn das ich Gott dem Herrn,

der höchsten Majestät

hab‘ müssen dienen

für die Gerechtigkeit“

Im Jahre 1831 wurde in Berlin unser großer deutscher Bildhauer Reinhold Begas geboren. Wir verdanken im die Ausschmückung unserer dritten Hauptstadt Berlin, die so allmählich an Glanz mit unserer zweiten Hauptstadt Wien wetteifern konnte. Besonders zu erwähnen sind hier der Neptunbrunnen, das Nationaldenkmal für unseren Kaiser Wilhelm I., die Berliner Siegesallee (die unter der Leitung von unserem Reinhold Begas) und das Nationaldenkmal für unseren Eisernen Reichskanzler Otto von Bismarck, welches früher vor dem Reichstag stand. Ebenso meisterhaft sind die Denkmäler für unseren Dichter Friedrich von Schiller und für unseren Naturforscher Alexander von Humboldt oder das Grabmal unseres Kaisers Friedrichs IV. und viele mehr. Leider fielen zahlreiche Kunstwerke unseres Bildhauers dem Bildersturm der Landfeinde und von deren liberalen und kommunistischen Handlangern zum Opfer und sind daher heute nur noch auf alten Lichtbildern zu bestaunen. Die Bildhauerei hat unser Reinhold Begas übrigens bei Gottfried Schadow, Christian Daniel Rauch und Ludwig Wichmann erlernt. Mit seinen Werken und unserem Panzergetränk Met wollen wir unseren Meister feiern. Als Berliner bekommt er von mir das Lied von der Märkischen Heide gespielt, damals war unser Berlin nämlich nur die Hauptstadt der Kurmark Brandenburg: https://www.youtube.com/watch?v=JdEaHhzpa3w

„Märkische Heide,

Märkischer Sand

Sind des Märkers Freude,

Sind sein Heimatland.

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.

Uralte Eichen,

Dunkler Buchenhain,

Grünende Birken

Stehen am Wiesenrain.

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.

Blauende Seen,

Wiesen und Moor,

Liebliche Täler,

Schwankendes Rohr.

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.

Knorrige Kiefern

Leuchten im Abendrot,

Sah’n wohl frohe Zeiten,

Sah’n auch märk’sche Not.

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.

Bürger und Bauern

Vom märk’schen Geschlecht,

Hielten stets in Treu

Zur märk’schen Heimat fest!

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.

Hie Brandenburg allewege –

Sei unser Losungswort!

Dem Vaterland die Treue

In alle Zeiten fort.

Steige hoch, du roter Adler,

Hoch über Sumpf und Sand,

Hoch über dunkle Kiefernwälder,

Heil dir mein Brandenburger Land.“

Auf so einen Unfug können auch nur die Amerikaner und ihre hiesigen Handlanger kommen! Wenn ich daran denke, wie schlimm wir Deutschen uns mit dem Cäsar um Gallien gefetzt haben. Aber gut, lesen wir einmal beim Cäsar nach, was dieser über uns Deutsche – bei unserer angeblichen Erfindung – so geschrieben hat:

„Von diesen Sitten weichen die Germanen in vielen Stücken ab. Man findet bei ihnen keine Priester wie die Druiden und auch keinen besonderen Hang zum Opferdienst. Als Götter verehren sie nur Sonne, Vulkan (d. h. Feuer) und Mond, die sie sehen und deren offenbaren Einfluss sie wahrnehmen. Die übrigen Götter kennen Sie auch nicht dem Namen nach. Ihr ganzes Leben bewegt sich zwischen Jagd und Kriegsbeschäftigung; von Jugend auf gewöhnen sie sich an Mühe und Abhärtung. Lange unverheiratet zu bleiben bringt bei ihnen großes Lob; denn dadurch, glauben Sie, werde Körpergröße, werde die Kraft gemehrt und die Nerven gestärkt. Dagegen gilt es für höchst schimpflich, vor dem zwanzigsten Lebensjahr eine Frau erkannt zu haben. Und doch machen sie aus der Verschiedenheit der Geschlechter kein Geheimnis; denn beide Geschlechter baden sich gemeinschaftlich und tragen einen großen Teil ihres Körpers bloß, da ihre Bedeckung nur aus Fellen und kleinen Pelzen besteht.

Mit dem Ackerbau beschäftigen sie sich nicht eifrig; der größere Teil ihrer Nahrung besteht aus Milch, Käse und Fleisch. Auch besitzt niemand bei Ihnen ein bestimmt abgemessenes Feld oder ein eigenes Gebiet. Nur ganze Stämme, Geschlechter und Verbände bekommen alljährlich von ihren Obrigkeiten und Häuptlingen, so viel und wo diese es für gut finden, Feld angewiesen, müssen aber im folgenden Jahr anderswohin ziehen. Dafür führt man viele Ursachen an: damit die Leute nicht durch ununterbrochene Wohnung und Bebauung derselben Gegend verlockt werden, die Lust zum Krieg mit dem Ackerbau zu vertauschen; damit sie nicht nach ausgedehntem Landbesitz trachten und die Mächtigeren die Schwächeren aus ihren Besitzungen verdrängen; damit sie nicht, um Kälte und Hitze zu vermeiden, gemächlichere Wohnungen bauen; ferner, um keine Geldgier aufkommen zu lassen, woraus Parteienzwist entsteht; endlich, um die Zufriedenheit des gemeinen Mannes zu erhalten, wenn er sieht, daß sein Besitz selbst dem der Mächtigsten gleichkommt.

Die einzelnen Staaten suchen ihre größte Ehre darin, möglichst weit um sich verwüstete Einöden an ihren Grenzen zu haben. Sie sind es nämlich als einen besonderen Beweis der Tapferkeit an, wenn ihre Nachbarn aus ihren Sitzen vertrieben werden und weichen und niemand es wagt, in ihrer Nähe zu wohnen; zugleich finden Sie darin auch eine Sicherheit, weil sie keinen plötzlichen Überfall zu fürchten haben. Wird ein germanischer Stamm durch Angriff oder Verteidigung in einen Krieg verwickelt, so wählt man zu seiner Leitung ein Oberhaupt mit Macht über Leben und Tod. Im Frieden hingegen haben sie keine Obrigkeiten über das Ganze, sondern die Häuptlinge der einzelnen Gegenden und Gaue sprechen unter ihren Leuten Recht und beheben die Streitigkeiten. Raub gilt nicht als schimpflich, wenn er außerhalb des eigenen Gebietes geschieht; ja sie rühmen ihn sogar als Mittel gegen den Müßiggang und zur Ertüchtigung der Jugend. Wenn einer der Häuptlinge in der allgemeinen Versammlung erklärt, er wolle sich an die Spitze stellen: wer Anteil zu nehmen wünsche, der solle sich melden, so erheben sich alle, denen der Mann und das Unternehmen gefällt und versprechen ihm unter lautem Beifall der Menge ihre Unterstützung. Folgt dem aber einer später dennoch nicht, so betrachtet man ihn als fahnenflüchtig und Verräter; niemals mehr findet er für die Zukunft Glauben. Den Gastfreund zu verletzen gilt für ein großes Verbrechen, und es mag einer zu ihnen kommen in welcher Angelegenheit er immer will, so schätzen sie ihn als unverletzlich gegen jede Beleidigung; jedes Haus steht ihm offen; jeder reicht ihm den nötigen Unterhalt.“

Zugegeben, so lasse ich mir unsere Erfindung dann doch gefallen. Doch lasse ich besser unseren Fichte noch sagen, was es mit den Kämpfen unserer Altvorderen gegen die alten Römer wirklich auf sich hatte:

„In diesem Glauben setzten unsere ältesten gemeinsamen Vorfahren, das Stammvolk der neuen Bildung, die von den Römern Germanier genannten Deutschen, sich der herandrängenden Weltherrschaft der Römer mutig entgegen. Sahen sie denn nicht vor Augen den höhern Flor der römischen Provinzen neben sich, die feinern Genüsse in denselben, dabei Gesetze, Richterstühle, Rutenbündel und Beile im Überfluß? Waren die Römer nicht bereitwillig genug, sie an allen diesen Segnungen Teil nehmen zu lassen? Erlebten sie nicht an mehreren ihrer eigenen Fürsten, die sich nur bedeuten ließen, daß der Krieg gegen solche Wohltäter der Menschheit Rebellion sei, Beweise der gepriesenen römischen Clemenz, indem sie die Nachgiebigen mit Königstiteln, mit Anführerstellen in ihren Heeren, mit römischen Opferbinden auszierten, ihnen, wenn sie etwa von ihren Landsleuten ausgetrieben wurden, einen Zufluchtsort und Unterhalt in ihren Pflanzstädten gaben? Hatten sie keinen Sinn für die Vorzüge römischer Bildung, z. B. für die bessere Einrichtung ihrer Heere, in denen sogar ein Arminius das Kriegshandwerk zu erlernen nicht verschmähte? Keine von allen diesen Unwissenheiten oder Nichtbeachtungen ist ihnen aufzurücken. Ihre Nachkommen haben sogar, sobald sie es ohne Verlust für ihre Freiheit konnten, die Bildung derselben sich angeeignet, in wie weit es ohne Verlust ihrer Eigentümlichkeit möglich war. Wofür haben sie denn also mehrere Menschenalter hindurch gekämpft im blutigen, immer mit derselben Kraft sich wieder erneuernden Kriege? Ein römischer Schriftsteller läßt es ihre Anführer also aussprechen: „Ob ihnen denn etwas anderes übrig bleibe, als entweder die Freiheit zu behaupten oder zu sterben, bevor sie Sklaven würden?“ Freiheit war ihnen, daß sie eben Deutsche blieben, daß sie fortfuhren ihre Angelegenheiten selbständig und ursprünglich ihrem eigenen Geiste gemäß, zu entscheiden, und diesem gleichfalls gemäß auch in ihrer Fortbildung vorwärts zu rücken, und daß sie diese Selbständigkeit auch auf ihre Nachkommenschaft fortpflanzten; Sklaverei hießen ihnen alle jene Segnungen, die ihnen die Römer antrugen, weil sie dabei etwas anderes, denn Deutsche, weil sie halbe Römer werden müßten. Es versteht sich von selbst, setzten sie voraus, das jeder, ehe er dies werde, lieber sterbe, und daß ein wahrhafter Deutscher nur könne leben wollen, um eben Deutscher zu sein und zu bleiben, und die Seinigen zu eben solchen zu bilden. Sie sind nicht alle gestorben, sie haben die Sklaverei nicht gesehen, sie haben die Freiheit hinterlassen ihren Kindern. Ihrem beharrlichen Widerstande verdankt es die ganze neue Welt, daß sie da ist, so wie sie da ist. Wäre es den Römern gelungen, auch sie zu unterjochen, und, wie dies der Römer allenthalben tat, sie als Nation auszurotten, so hätte die ganze Fortentwicklung der Menschheit eine andere, und man kann nicht glauben, erfreulichere Richtung genommen.“

So; und nun wünsche auch ich dem Cäsar alles Gute zum Geburtstag, falls er uns Deutsche nämlich doch erschaffen hat.

Wohlauf Kameraden, aufs Pferd

Das Reiterlied von unserem Schiller paßt zur heutigen Zeit wie die Faust aufs Auge und daher soll es nun einmal mehr in deutschen Landen erklingen: https://www.youtube.com/watch?v=YYEseYnTaWU

„Wohl auf, Kameraden, aufs Pferd, aufs Pferd!

Ins Feld, in die Freiheit gezogen.

Im Felde, da ist der Mann noch was wert,

Da wird das Herz noch gewogen.

Da tritt kein anderer für ihn ein,

Auf sich selber steht er da ganz allein.

Aus der Welt die Freiheit verschwunden ist,

Man sieht nur Herren und Knechte,

Die Falschheit herrschet, die Hinterlist,

Bei dem feigen Menschengeschlechte,

Der dem Tod ins Angesicht schauen kann,

Der Soldat allein, ist der freie Mann.

Des Lebens Ängsten, er wirft sie weg,

Hat nicht mehr zu fürchten, zu sorgen,

Er reitet dem Schicksal entgegen keck,

Triffts heute nicht, trifft es doch morgen,

Und trifft es morgen, so lasset uns heut

Noch schlürfen die Neige der köstlichen Zeit.

Von dem Himmel fällt ihm sein lustig Los,

Brauchts nicht mit Müh zu erstreben,

Der Fröner, der sucht in der Erde Schoß,

Da meint er den Schatz zu erheben,

Er gräbt und schaufelt, solang er lebt,

Und gräbt, bis er endlich sein Grab sich gräbt.

Der Reiter und sein geschwindes Roß,

Sie sind gefürchtete Gäste;

Es flimmern die Lampen im Hochzeitschloß,

Ungeladen kommt er zum Feste.

Er wirbt nicht lange, er zeiget nicht Gold,

Im Sturm erringt er den Minnesold.

Warum weint die Dirn und zergrämt sich schier?

Laß fahren dahin, laß fahren!

Er hat auf Erden kein bleibend Quartier,

Kann treue Lieb nicht bewahren.

Das rasche Schicksal, es treibt ihn fort,

Seine Ruhe läßt er an keinem Ort.

Drum frisch, Kameraden, den Rappen gezäumt,

Die Brust im Gefechte gelüftet!

Die Jugend brauset, das Leben schäumt,

Frisch auf! eh der Geist noch verdüftet!

Und setzet ihr nicht das Leben ein,

Nie wird euch das Leben gewonnen sein.“

Carl Schmitt, der wohl leider Letzte der großen deutschen Rechtsgelehrten – sofern wir Deutschen nicht doch noch die amerikanische Fremdherrschaft abschütteln und unseren Staat wieder herstellen sollten -, hat heute Geburtstag. Im Sachsenland in Plettenberg erblickte er 1888 das Licht der Welt. Seine Laufbahn als Rechtsgelehrter begann er 1907 mit einem Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten von Berlin, München und Straßburg. Den Doktortitel erhielt er 1910 und ab 1916 durfte er an Hochschulen lehren. Zog es aber vor, sich freiwillig zu melden und die letzten beiden Jahre des Vierjährigen Krieges mitzumachen. Seine erste Professorenstelle erhielt er 1921 in Greifswald, es folgten Bonn (1922), Berlin (1926) und Köln (1932). Für seine Verdienste wurde er 1933 zum preußischen Staatsrat ernannt, einen Titel den er immer mit stolz geführt hat. Von den zahlreichen Büchern unseres Carl Schmitts sind vor allem „Politische Romantik“, „Die Diktatur“, „Politische Theologie“, „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“, „Römischer Katholizismus und politische Form“, „Der Begriff des Politischen“, „Verfassungslehre“, „Der Hüter der Verfassung“, „Legalität und Legitimität“, „Staat, Bewegung, Volk“, „Über die drei Arten des rechtswissenschaftlichen Denkens“, „Völkerrechtliche Großraumordnung und Interventionsverbot für raumfremde Mächte“, „Land und Meer. Eine weltgeschichtliche Betrachtung“, „Der Nomos der Erde im Völkerrecht des Jus Publicum Europaeum“, „Hamlet oder Hekuba“, „Theorie des Partisanen“ und „Politische Theologie II. Die Legende von der Erledigung jeder Politischen Theologie“ zu empfehlen, sofern man sich für die Fragen des Staats- und Völkerrechtes interessieren sollte. Als Schrift suche ich mir die Diktatur aus und lasse den Homer dazu ein paar schöne Verse sagen:

„Nicht wir alle zugleich sind Könige hier, wir Achaier!

Niemals frommt Vielherrschaft im Volk, nur einer sei Herrscher,

Einer König allein, dem der Sohn des verborgenen Kronos

Zepter gab und Gesetze, daß ihm die Obergewalt sei.“

Ich lasse unseren Carl Schmitt in „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“ nun noch ein wenig den liberalen Vertretungsunfug in die Pfanne hauen:

Die zweite Auflage (1926) dieser Abhandlung über die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus ist im wesentlichen unverändert geblieben. Dadurch soll nicht zum Ausdruck gebracht werden, daß sie sich über jede Diskussion erheben wollte. Eher besteht Grund zu einer in etwa gegenteiligen Besorgnis. Eine unbeirrt wissenschaftliche Erörterung, die sich jeder parteipolitischen Ausnutzung entzieht und niemandem Propagandadienste tut, dürfte heute den meisten unpraktisch, weltfremd und anachronistisch vorkommen. Es ist also zu befürchten, daß eine sachliche Diskussion politischer Begriffe wenig Interesse und der Wunsch nach einer solchen Diskussion wenig Verständnis findet. Vielleicht geht die Epoche der Diskussion überhaupt zu Ende. Die im Sommer 1923 erschienene erste Auflage dieser Abhandlung ist im allgemeinen so aufgenommen worden, daß derartige pessimistische Vermutungen sich auch an diesem bescheidenen Fall zu bestätigen scheinen. Dennoch wäre es unrecht, die vereinzelten Beispiele sachlicher Kritik zu mißachten; insbesondere verlangt die eingehende und gedankenreiche Besprechung eines so hervorragenden Juristen wie Richard Thoma (Archiv für Sozialwissenschaften, 1925, Band 53, Seite 212 fortfolgende) eine ausführliche Erwiderung. Die höchst phantastischen politischen Ziele allerdings, die Thoma am Schluß seiner Besprechung andeutungsweise bei mir vermutet, darf ich wohl mit Stillschweigen übergehen. Der sachliche, durch politische Kombinationen nicht beirrte Einwand geht dahin, daß ich die geistige Grundlage des Parlamentarismus in ganz veralteten Gedankengängen finde, weil ich Diskussion und Öffentlichkeit für die wesentlichen Prinzipien des Parlaments halte; derartiges sei vielleicht vor einigen Generationen maßgebende Vorstellung gewesen, heute aber stände das Parlament längst auf einer ganz anderen Basis. Daß der Glaube an Öffentlichkeit und Diskussion heute als etwas Veraltetes erscheint, ist auch meine Befürchtung. Es fragt sich deshalb nur, welcher Art denn die neuen Argumentationen oder Überzeugungen sind, die dem Parlament seine neue geistige Grundlage geben. Natürlich ändern sich im Laufe der Entwicklung sowohl die Institutionen wie die Ideen der Menschen. Ich sehe aber nicht, worin der heutige Parlamentarismus, wenn die Prinzipien der Diskussion und der Öffentlichkeit wirklich entfallen, eine neue Grundlage finden könnte und weshalb die Wahrheit und Richtigkeit des Parlaments dann noch einleuchtend wären. Wie jede große Institution, so hat auch das Parlament besondere, eigentümliche Ideen zur Voraussetzung. Wer sie kennen lernen will, wird sich gezwungen sehn, auf Burke, Bentham, Guizot und J. St. Mill zurückzugehen und wird dann feststellen müssen, daß nach ihnen, ungefähr seit 1848, wohl zahlreiche praktische Erwägungen, nicht aber neue prinzipielle Argumente vorgebracht worden sind. Im letzten Jahrhundert hat man das freilich kaum bemerkt, weil der Parlamentarismus in engster Verbindung mit der vordringenden Demokratie gleichzeitig vordrang, ohne daß beides klar unterschieden wurde. Heute aber, nach dem gemeinsamen Siege, tritt der Gegensatz zutage und kann der Unterschied von liberal-parlamentarischen und massendemokratischen Ideen nicht länger unbeachtet bleiben. Man wird sich also mit jenen, wie Thoma sich ausdrückt, „verschimmelten“ Größen beschäftigen müssen, weil nur aus ihren Gedankengängen heraus das Spezifische des Parlamentarismus zu erkennen ist und nur bei ihnen das Parlament den Charakter einer eigenartig fundierten Institution erhält, die sowohl gegenüber den Konsequenzen der unmittelbaren Demokratie, als gegenüber Bolschewismus und Fascismus eine geistige Überlegenheit wahren kann. Daß der heutige parlamentarische Betrieb das kleinere Übel ist, daß er immer noch besser sein wird als Bolschewismus und Diktatur, daß es unabsehbare Folgen haben würde wenn man ihn beseitigte, daß er „sozial-technisch“ eine ganz praktische Sache ist, alles das sind interessante und zum Teil auch richtige Erwägungen. Aber es ist nicht die geistige Grundlage einer besonders gearteten Institution. Der Parlamentarismus besteht heute als Regierungsmethode und politisches System. Wie alles was besteht und erträglich funktioniert, ist er nützlich, nicht mehr und nicht weniger. Es läßt sich vieles dafür geltend machen, daß es so wie heute immer noch besser geht als bei unerprobten andern Methoden und daß ein Minimum von Ordnung, wie es heute doch tatsächlich vorhanden ist, durch leichtsinnige Experimente gefährdet würde. Derartige Überlegungen wird jeder verständige Mensch durchaus gelten lassen. Aber sie bewegen sich nicht in der Sphäre eines prinzipiellen Interesses. So anspruchslos wird doch wohl niemand sein, daß er mit einem „Was sonst?“ eine geistige Grundlage oder eine moralische Wahrheit für erwiesen hielte.“

Bei Oudenarde hat unser Prinz Eugen 1708 die Gallier geschlagen und damit einmal mehr unsere Westgrenze gegen diese verteidigt. Er sah sich 80,000 gallischen Kriegsknechten gegenüber, denen er nur 70,000 Recken entgegenstellen konnte. In der Schlacht führte unser Prinz Eugen den rechten Flügel unseres Heeres, auf dem selbstverständlich die Entscheidung fiel. Den linken hatte er dem Engländer Marlborough anvertraut. Die Gallier führten ihre Feldherren Vendome und Bourgogne. Die Schlacht endete durch die Nacht und Regen. Die Gallier hatten einen Verlust von mindestens 10,000 Mann erlitten und zudem erbeuteten wir 78 Feldzeichen und 25 Kanonen. Unsere Verluste beliefen sich auf 1000 Gefallene und 2000 Verwundete. Die Früchte des Sieges bei Oudenarde bestanden in der Befreiung von Gent und Brügge und der Einnahme der starken gallischen Festung Lille. Das Heldenlied von Prinz Eugen dem edlen Ritter darf bei der Siegesfeier für die Schlacht von Oudenaarde auf gar keinen Fall fehlen: https://www.youtube.com/watch?v=ZZgP7JQaqMs

Prinz Eugen der edle Ritter,

wollt dem Kaiser wied’rum kriegen

Stadt und Festung Belgerad!

Er ließ schlagen eine Brukken,

daß man kunt hinüberrucken

mit der Armee vor die Stadt.

Als die Brucken nun war geschlagen,

daß man kunnt mit Stuck und Wagen

Frei passir’n den Donaufluß,

Bei Semlin schlug man das Lager,

Alle Türken zu verjagen,

Ihn’n zum Spott und zum Verdruß.

Am einundzwanzigsten August soeben

Kam ein Spion bei Sturm und Regen,

Schwur’s dem Prinzen und zeigt’s ihm an

Daß die Türken futragieren,

So viel, als man kunnt‘ verspüren,

An die dreimalhunderttausend Mann.

Als Prinz Eugenius dies vernommen,

Ließ er gleich zusammenkommen

Sein‘ Gen’ral und Feldmarschall.

Er tät sie recht instruieren,

Wie man sollt‘ die Truppen führen

Und den Feind recht greifen an.

Bei der Parol‘ tät er befehlen,

Daß man sollt‘ die Zwölfe zählen,

Bei der Uhr um Mitternacht.

Da sollt‘ all’s zu Pferd aufsitzen,

Mit dem Feinde zu scharmützen,

Was zum Streit nur hätte Kraft.

Alles saß auch gleich zu Pferde,

Jeder griff nach seinem Schwerte,

Ganz still rückt‘ man aus der Schanz‘.

Die Musketier‘ wie auch die Reiter

Täten alle tapfer streiten:

’s war fürwahr ein schöner Tanz!

Ihr Konstabler auf der Schanzen,

Spielet auf zu diesem Tanzen

Mit Kartaunen groß und klein;

Mit den großen, mit den kleinen

Auf die Türken auf die Heiden,

Daß sie laufen all‘ davon!

Prinz Eugenius auf der Rechten

Tät als wie ein Löwe fechten,

Als Gen’ral und Feldmarschall.

Prinz Ludewig ritt auf und nieder‘.

Halt’t euch brav, ihr deutschen Brüder,

Greift den Feind nur herzhaft an!“

Bei unserem Geschichtsschreiber Alfred von Arneth ist die Schlacht von Oudenarde nun geschlagen und unser Prinz Eugen kann unserem Kaiser Karl VI. einen weiteren Schlachtensieg melden, während sich die Engländer mal wieder nicht sonderlich mit Ruhm bekleckert haben: https://archive.org/details/prinzeugenvonsa00arnegoog

Es ist nicht genug auszusprechen und zu rühmen“, schrieb Eugen an den Kaiser, „mit welcher Bravour diese Armee gefochten hat und mit welcher Freude und Herzhaftigkeit alles in die Schlacht gegangen ist. Ja es ist merkwürdig, daß von den Truppen, die später anlangten, die Reiterei mit verhängtem zügel, die Infanterie aber so schnell sie nur zu laufen vermochte, über die Brücke zur Wahlstatt geeilt ist, um noch zur Schlacht zurecht zu kommen. Nur das Eine war zu wünschen, daß es noch einige Stunden Tag gewesen wäre, indem man versichern kann, daß sodann von der feindlichen Armee wenig oder gar nichts würde entkommen sein.“ So wie Eugen war auch Marlborough von Freude erfüllt über den erfochtenen Sieg. Charakteristisch aber ist die Art und Weise, wie ihn der Herzog seiner Gemahlin ankündigte. Über nichts freute er sich mehr, als daß die englischen Truppen weit weniger als die anderen gelitten hatten. Denn die englische Reiterei war die einzige, so gesteht er selbst, die gar nicht ins Feuer kam. Größtenteils mit deutschen und holländischen Truppen war der Sieg erfochten, und dennoch suchte man ihn als einen vorzugsweise englischen darzustellen. Wie dem aber auch sein mochte, Eugen legte darüber nicht die mindeste Eifersucht an den Tag. Alle Augenzeugen, ja selbst die Feinde wußten doch recht gut, woran man war, und die gefangenen französischen Offiziere bemerkten mit staunender Bewunderung die tiefe, unbegrenzte Verehrung, welche Alles im Heere, ohne einzige Ausnahme, dem Prinzen Eugen noch in weit höherem Maße als Marlborough bewies. Die fast königliche Freigiebigkeit, die Eugen gegen Jedermann übte, der Glanz seines Haushaltens und der Gegensatz, welchen des zu Marlboroughs sparsamer Lebensweise bildete, mögen auch dazu beigetragen haben, dem Prinzen die allgemeinen Sympathien zu erwerben. Doch muß Marlborough die Gerechtigkeit erzeigt werden, zu gestehen, daß er selbst Eugens hervorragendes Verdienst überall anpries, und jeden Versuch, zwischen ihm und dem Prinzen Uneinigkeit zu säen, entschieden zurückwies. Eugens Anwesenheit, so schrieb er dem Grafen Sinzendorff, war der größte Vorteil während der Schlacht. Und in einem anderen Schreiben heißt es: „Ich kann sagen, Prinz Eugen und ich werden niemals in Zwiespalt geraten über die Teilung unserer Lorbeern.“

Friedrich I. von Preußen wurde 1657 in Königsberg geboren und war er auch nicht der Größte der preußischen Könige und brandenburgischen Kurfürsten, so wollen wir seiner dennoch gedenken. Die Kritik an seiner Außenpolitik, namentlich an seiner Teilnahme an den Abwehrkämpfen gegen die Gallier am Rhein und die Türken in Ungarn und seiner Neutralität im Großen Nordischen Krieg, ist reichlich albern. Hätten nämlich die Gallier den Rhein und die Türken Ungarn erobert, so hätte unserem Preußen auch Pommern nichts mehr genützt. Was uns das Jahr 1806 und die Unglücksschlacht von Jena und Auerstedt überdeutlich bewiesen hat. Selbst die Prunksucht und Schuldenmacherei Friedrichs I. erscheinen heute als eine lässliche Sünde – wir Deutschen wären heute heilfroh, wenn wir eine Regierung hätten, die unsere Steuergelder nur für Prunk und Luxus verschwenden würde. Denn die liberalen Amerikanerhandpuppen pressen unser deutsches Volk schlimmer aus als jemals zuvor und verwenden die abgepressten Gelder dazu um im deutschen Rumpf die amerikanische Kolonisierungspolitik voranzutreiben, also um uns Deutsche mittels Masseneinwanderung auszurotten. Bei der Wahl seiner Minister hatte unser Friedrich I. kein gutes Händchen, da diese meist ebenso unfähig wie korrupt waren. Bei den Feldherren hatte er mehr Glück und so erfochten der Alte Dessauer und andere zahlreiche Siege für ihn. Der Anteil der Preußen an den Siegen in den Schlachten von Höchstädt, Turin, Oudenaarde und Malplaquet war groß. Das liebste Steckenpferd Friedrichs I. war die Königswürde, die er im Jahre 1701 erlangte. Sein Sohn Friedrich Wilhelm I. sollte den preußischen Staat ab 1713 grundlegend umgestalten und Sparsamkeit und Rechtschaffenheit zu den preußischen Tugenden schlechthin machen. Seine Mutter war Sophie Charlotte von Hannover, die zweite Ehefrau Friedrichs des I. – mit seiner ersten Frau Elisabeth Henriette von Hessen hatte er noch eine Tochter namens Luise Dorothee. Seine dritte Ehe mit Sophie Luise von Schwerin blieb kinderlos. Für seine Mithilfe beim Abwehrkampf gegen die Gallier und Türken bekommt unser Preußenkönig Friedrich I. von mir jedenfalls die Wacht am Rhein gespielt: https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,

wie Schwertgeklirr und Wogenprall:

Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!

Wer will des Stromes Hüter sein?

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,

und aller Augen blitzen hell:

der deutsche Jüngling, fromm und stark,

beschirmt die heilige Landesmark.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Er blickt hinauf in Himmelsauen,

wo Heldengeister niederschaun,

und schwört mit stolzer Kampfeslust:

Du, Rhein, bleibst deutsch wie meine Brust!“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Und ob mein Herz im Tode bricht,

wirst du doch drum ein Welscher nicht.

Reich wie an Wasser deine Flut

ist Deutschland ja an Heldenblut.“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

So lang ein Tropfen Blut noch glüht,

noch eine Faust den Degen zieht,

und noch ein Arm die Büchse spannt,

betritt kein Feind hier deinen Strand.“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,

die Fahnen flattern hoch im Wind:

Zum Rhein, zum Rhein, am deutschen Rhein!

Wir alle wollen Hüter sein!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

So führe uns, du bist bewährt;

In Gottvertrauen greif’ zu dem Schwert,

Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!

Und tilg‘ die Schmach mit Feindesblut!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!“

In den „Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg“ lese ich ein Stück weiter von der Herrschaft Friedrichs I. vor: http://friedrich.uni-trier.de/de/volz/1/uc_p1/

Vorbedingung bei diesem Unternehmen war, sich den Kaiser geneigt zu machen: sein Jawort zog die Stimmen des ganzen Deutschen Reiches nach sich. Um den Kaiser von vornherein günstig zu stimmen, gab der Kurfürst ihm den Kreis Schwiebus zurück und begnügte sich mit der Anwartschaft auf das Fürstentum Ostfriesland und das Reichslehen Limburg, Gebiete, auf die das kurfürstliche Haus übrigens unbestreitbares Anrecht hatte. Aus demselben Grunde fochten die brandenburgischen Truppen in den kaiserlichen Heeren in Flandern, am Rhein und in Ungarn. Im Interesse des Kurfürsten, der weder unmittelbar noch mittelbar von diesen Kriegen mit betroffen war, hätte es vielmehr gelegen, strenge Neutralität zu wahren. Wiewohl Friedrich III. nun alle Mittel benutzt hatte, die seinem Haus die königliche Würde verschaffen sollten, konnte er seinen Plan doch nicht mit Gewalt durchsetzen, sondern mußte günstige Zeitumstände abwarten. Wir werden im folgenden sehen, wie alle Ereignisse zusammentrafen, um ihm die Ausführung zu erleichtern. Während Europa von blutigen Kriegen zerrissen war, brachte Friedrich III. nach dem Vorbild seines Vaters zwischen den Herzögen von Mecklenburg-Schwerin und Strelitz, die Erbfolgehändel miteinander hatten, einen Vergleich zustande (1701). Er gründete die Universität Halle (1694) und zog tüchtige Professoren dorthin. Zur Hebung des Salzhandels der Stadt Halle ließ er gute Schleusen in der Saale anlegen, um sie besser schiffbar zu machen. Im Jahre 1697 sah Berlin eine Gesandtschaft, die namentlich dadurch recht außergewöhnlich war, daß ein Mann Namens Lefort als moskowitischer Gesandter reiste, in dessen Gefolge Zar Peter Alexejewitsch war. Der geniale junge Zar hatte erkannt, daß er ein Barbar und sein Volk noch ganz unkultiviert war. Er verließ damals zum erstenmal seine Staaten mit dem edlen Entschluß, sich zu bilden und das Licht der Vernunft und Gewerbefleiß in sein Vaterland heim zutragen, dem beides fehlte. Die Natur hatte ihn zum großen Mann bestimmt, allein gänzlicher Mangel an Erziehung hatte ihn wild aufwachsen lassen. Daraus ergab sich in seinem Betragen fortwährend eine ungewöhnliche Mischung von wahrhaft großen Handlungen und Absonderlichkeiten, von geistvollen Entgegnungen und groben Manieren, von heilsamen Plänen und grausamer Rache. Er klagte selber darüber, daß er, der seine Nation zur Gesittung führe, die eigene Wildheit noch nicht bändigen könne. Vom Gesichtspunkt der Moral war er ein bizarres Phänomen, das Bewunderung und Abscheu zugleich einflößte. Für seine Untertanen war er ein Gewitter, dessen Blitzstrahl Bäume und Kirchtürme niederwarf, während der Regen die Gefilde befruchtete. Von Berlin begab er sich nach Holland und von dort nach England. Europa näherte sich damals mit großen Schritten dem allgemeinen Frieden. Die Verbündeten waren der kriegerischen Mißerfolge überdrüssig. Ludwig XIV. sah, daß König Karl II. von Spanien seinem Ende entgegenging und bei seiner Leibesbeschaffenheit kein langes Leben mehr vor sich hatte. Das war für Ludwig ein Grund, sich leicht zum Friedensschluß herbeizulassen. Gab er auch seine Eroberungen beinahe ohne Ausnahme zurück, so opferte er damit doch nur flüchtigen Gewinn für Pläne, die ihm dauernde Erwerbungen versprachen. Er brauchte den Frieden, um einen Krieg vorzubereiten, dessen Gegenstand von höchster Bedeutung für das Haus Bourbon war. Der Friede wurde zu Ryswik geschlossen (1697). Der Kurfürst, der an dem Kriege nur aus Gefälligkeit teilgenommen hatte, erreichte dabei auch nicht den geringsten Vorteil. Im Norden erlangte August von Sachsen die Krone Polens in einer Doppelwahl, bei der er über den Prinzen Conti siegte (1697). Den Erfolg verdankte er dem Bemühen Flemmings, seines Ministers und Generals, dem Anrücken seiner Truppen und seinen Geschenken, die wirksamer waren als die großartigen Versprechungen des Kardinals Polignac. Der neue König von Polen hatte sich durch seine Ausgaben derart erschöpft, daß er genötigt war, die Gerichtsbarkeit der Abtei Quedlinburg und des Amtes Petersberg bei Halle an Friedrich III. zu verkaufen (1698). Der Kurfürst benutzte die Unruhen in Polen und bemächtigte sich Elbings, um sich für eine Summe, die ihm die Polen schuldeten, schadlos zu halten. Es kam zu einem Vergleich, wonach die Polen ihm eine Krone und Reichskleinodien verpfändeten, die noch heute in Königsberg aufbewahrt werden. Hierauf ließ der Kurfürst die Stadt räumen, behielt aber unter Zustimmung der Republik das Gebiet von Elbing in Besitz.“

Bei Bialystok (oder Minsk) hat unser Feldmarschall Fedor von Bock am heutigen Tag im Jahre 1941 die erste große Kesselschlacht des Rußlandfeldzuges siegreich zu Ende gebracht. Mit 800,000 Mann und nicht ganz 2000 Panzern kesselte er 625,000 russische Kriegsknechte mit 4000 Panzer ein. Alle russischen Verbände hat unser Feldmarschall von Bock zwar nicht erwischt, aber dennoch 320,000 Gefangene gemacht und 3300 Panzer und 1800 Geschütze vernichtet oder erbeutet. Da unsere Panzergruppen II und III im Wesentlichen den Sieg in der Kesselschlacht von Bialystok erfochten haben, darf unser Panzerlied bei unserer kleinen Siegesfeier natürlich mal wieder nicht fehlen: https://www.youtube.com/watch?v=jEIm3pe5wbA

„Ob’s stürmt oder schneit,

Ob die Sonne uns lacht,

Der Tag glühend heiß

Oder eiskalt die Nacht.

Bestaubt sind die Gesichter,

Doch froh ist unser Sinn,

Ist unser Sinn;

Es braust unser Panzer

Im Sturmwind dahin.

Mit donnernden Motoren,

Geschwind wie der Blitz,

Dem Feinde entgegen,

Im Panzer geschützt.

Voraus den Kameraden,

Im Kampf stehen wir allein,

Stehen wir allein,

So stoßen wir tief

In die feindlichen Reihn.

Wenn vor uns ein feindliches

Heer dann erscheint,

Wird Vollgas gegeben

Und ran an den Feind!

Was gilt denn unser Leben

Für unsres Reiches Heer?

Ja Reiches Heer?

Für Deutschland zu sterben

Ist uns höchste Ehr.

Mit Sperren und Minen

Hält der Gegner uns auf,

Wir lachen darüber

Und fahren nicht drauf.

Und drohen vor uns Geschütze,

Versteckt im gelben Sand,

Im gelben Sand,

Wir suchen uns Wege,

Die keiner sonst fand.

Und läßt uns im Stich

Einst das treulose Glück,

Und kehren wir nicht mehr

Zur Heimat zurück,

Trifft uns die Todeskugel,

Ruft uns das Schicksal ab,

Ja Schicksal ab,

Dann wird uns der Panzer

Ein ehernes Grab.“

Bei Bialystok hat unser Guderian mit seinem Panzerfreund Hoth zugeschlagen. Unser Panzerheinz führte nämlich seine gleichnamige Panzergruppe II und der Hermann befehligte die Panzergruppe III, die ebenfalls seinen Namen trug. Hören wir dazu ein wenig aus den Erinnerungen unseres Panzerheinz:

„Ich entschloß mich daher, beiderseits Brest-Litowsk mit Panzerdivisionen über den Bug hinweg anzugreifen, für den Angriff auf die Festung selbst aber um Unterstellung eines Infanteriekorps zu bitten. Dieses Korps mußte der IV. Armee entnommen werden, die hinter der Panzergruppe folgen sollte. Die IV. Armee mußte auch für den Flußübergang weitere Kräfte an Infanterie und vor allem an Artillerie vorübergehend zur Verfügung stellen. Um einheitliche Befehlsführung herbeizuführen, bat ich, mir diese Truppen vorübergehend zu unterstellen und erklärte mich bereit, für die gleiche Zeit meinerseits unter den Befehl des Oberbefehlshabers der IV. Armee, des Feldmarschalls von Kluge, zu treten. Diese Regelung der Befehlsverhältnisse wurde von der Heeresgruppe angenommen. Sie bedeutete für mich ein Opfer, denn Feldmarschall von Kluge war ein schwieriger Vorgesetzter. Ich hielt sie aber im Interesse der Sache für notwendig. Das Angriffsgelände war durch den Bug frontal abgegrenzt. Der Flußübergang angesichts des Feindes war unsere erste Aufgabe. Sein Gelingen konnte durch Überraschung wesentlich erleichtert werden. Da ich nicht mit dem sofortigen Fall der Festung Brest-Litowsk rechnete, mußte ich dafür sorgen, daß der Angriff der beiderseits der Festung vorgehenden Panzerkorps durch diese anfängliche Trennung nicht litt und daß die beiderseits offenen Flanken der Panzergruppe gesichert wurden. Rechts der Panzergruppe lagen nach Überschreitung des Bug die unwegsamen und schwer gangbaren Pripet-Sümpfe, durch welche schwache infanteristische Kräfte der IV. Armee vorgehen sollten. Links der Panzergruppe griffen Teile der IV. Armee, sodann die IX. Armee mit Infanterie an. Diese linke Flanke war hauptsächlich bedroht, weil im Räume von Bialystok eine starke russische Massierung erkannt war, von der man annehmen mußte, daß sie sich nach Erkennen der durch die Panzer in ihrem Rücken entstehenden Gefahr, der Hauptstraße folgend, über Wolkowysk-Slonim der drohenden Einschließung zu entziehen versuchen würden.“

Heute hatte unser Panther seine Feuertaufe, zeitgleich mit dem Unternehmen Zitadelle im Jahre 1943. So eine altdeutsche Panzerkatze ist wahrlich eine feine Sache. Doch will diese auch gut und gründlich gepflegt sein und damit man auch weiß, worauf man dabei zu achten hat, hat unser Panzerheinz Guderian – in seiner Eigenschaft als Inspekteur der Panzertruppen – einen Leitfaden zur Pflege und Handhabung unseres Panthers abfassen lassen (den man glücklicherweise auch im Netz finden kann): https://archive.org/details/Panther-fibel-BetriebUndKampfanleitung Gebaut wurden von unserem Panther um die 6000 Stück und mit seinen 46 Tonnen war er 46 Stundenkilometer auf der Straße und 24 im Gelände schnell, verfügte über eine Reichweite von 180 bis 90 Kilometer und hatte 700 Pferdestärken im Motor. Die Frontalpanzerung war mit 12cm recht ordentlich, aber an den Seiten und hinten etwas schwach. Der Preis für die Geschwindigkeit und Geländegängigkeit unseres Panthers. Mit seiner 7,5cm-Kampfwagenkanone hat er ordentlich reingehauen und konnte sich mit seinen zwei Maschinengewehren auch gegen die feindlichen Fußtruppen zur Wehr setzten. Wie viele andere unserer deutschen Waffen wurde er allerdings schon als Erstling in die Schlacht geworfen und hatte daher mit einigen technischen Kinderkrankheiten zu kämpfen. Zu seiner Feuertaufe bekommt unser Panther natürlich das Panzerlied: https://www.youtube.com/watch?v=jEIm3pe5wbA

„Ob’s stürmt oder schneit,

Ob die Sonne uns lacht,

Der Tag glühend heiß

Oder eiskalt die Nacht.

Bestaubt sind die Gesichter,

Doch froh ist unser Sinn,

Ist unser Sinn;

Es braust unser Panzer

Im Sturmwind dahin.

Mit donnernden Motoren,

Geschwind wie der Blitz,

Dem Feinde entgegen,

Im Panzer geschützt.

Voraus den Kameraden,

Im Kampf stehen wir allein,

Stehen wir allein,

So stoßen wir tief

In die feindlichen Reihn.

Wenn vor uns ein feindliches

Heer dann erscheint,

Wird Vollgas gegeben

Und ran an den Feind!

Was gilt denn unser Leben

Für unsres Reiches Heer?

Ja Reiches Heer?

Für Deutschland zu sterben

Ist uns höchste Ehr.

Mit Sperren und Minen

Hält der Gegner uns auf,

Wir lachen darüber

Und fahren nicht drauf.

Und drohen vor uns Geschütze,

Versteckt im gelben Sand,

Im gelben Sand,

Wir suchen uns Wege,

Die keiner sonst fand.

Und läßt uns im Stich

Einst das treulose Glück,

Und kehren wir nicht mehr

Zur Heimat zurück,

Trifft uns die Todeskugel,

Ruft uns das Schicksal ab,

Ja Schicksal ab,

Dann wird uns der Panzer

Ein ehernes Grab.“

Von der Entwicklung unseres Panthers berichtet uns unser Generaloberst Guderian in „Erinnerungen eines Soldaten“ das ein oder andere und ich lese euch die Stelle über den Entschluß zur Entwicklung und zum Bau unseres Panzerkampfwagens V: https://archive.org/details/heinz-guderian-erinnerungen-eines-soldaten-1960

„Wie bereits erwähnt, besuchten die maßgebenden Konstrukteure, Industriellen und Offiziere des Heereswaffenamtes im November 1941 meine Panzerarmee, um sich an Ort und Stelle und an Hand der frischen Kriegserfahrungen gegen den überlegenen russischen Panzer T-34 über die Maßnahmen klar zu werden, die uns wieder zur technischen Überlegenheit über die Russen verhelfen konnten. Der Gedanke der Frontoffiziere, den russischen T-34 nachzubauen, um auf schnellste Art die außerordentlich unglückliche Lage der deutschen Panzertruppe zu bessern, fand bei den Konstrukteuren keinen Anklang. Hierfür war wohl weniger die Eitelkeit des Erfinders ausschlaggebend, als die Unmöglichkeit, mit der erforderlichen Schnelligkeit wesentliche Bestandteile des T-34, besonders seinen Aluminiumdieselmotor nachzubauen. Auch in der Legierung des Stahls waren wir durch Rohstoffbeschränkungen den Russen gegenüber benachteiligt. Man kam infolgedessen zu der Lösung, die bereits vorher in Angriff genommene Konstruktion des „Tiger“, eines Panzers von etwa 60 Tonnen, durchzuführen und außerdem einen leichteren Typ, den man „Panther“ taufte, im Gewicht zwischen 35 und 45 Tonnen zu entwerfen. Am 23. Januar 1942 wurde dieser Entwurf Hitler vorgelegt. Bei diesem Vortrag ordnete Hitler an, die Panzerkapazität der deutschen Industrie auf 600 Stück im Monat zu erhöhen. Im Mai 1940 hatte unsere Kapazität – alle Typen zusammengerechnet – monatlich 125 Stück betragen. Die Leistungssteigerung der Industrie in der Fertigung eines der wichtigsten Kampfmittel war also im Laufe von beinahe zwei Kriegsjahren erstaunlich gering gewesen, ein Beweis, daß weder Hitler noch der Generalstab sich der Bedeutung des Panzers für unsere Kriegführung hinreichend bewußt waren. Hieran hatten auch die großen Erfolge der Panzertruppe in den Jahren 1939-41 nichts geändert. Bei dem Vortrag des 23. Januar 1942 trat eine Ansicht Hitlers zutage, die ihm immer wieder Hemmungen in der technischen Entwicklung wie in der taktischen und operativen Verwendung der Panzer verursachte: Er glaubte, daß die Hohlladungsgranate, die bei der Artillerie neu eingeführt werden sollte und die eine erhöhte Durchschlagsleistung gegen Panzer aufwies, den Wert der Panzerwaffe in Zukunft erheblich herabsetzen würde. Er glaubte, falls diese Entwicklung Tatsache werden sollte, ihr durch eine vermehrte Selbstfahrlafetten-Artillerie begegnen zu können und wollte hierzu Panzerfahrgestelle verwenden. Daher verlangte er gelegentlich des Vortrages vom 23. Januar 1942, diese Entwicklung einzuleiten. Am 8. Februar 1942 verunglückte der Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, Dr. Todt, mit dem Flugzeug tödlich. Er wurde durch Speer ersetzt. Im März ergingen an die Firma Krupp und an Professor Porsche Aufträge auf Konstruktion von Panzern im Gewicht von 100 Tonnen. Die Entwicklung sollte so beschleunigt werden, daß die Probepanzer im Frühjahr 1943 vorgeführt werden konnten. Um die Panzerentwicklung beschleunigen zu können, waren mehr Konstrukteure erforderlich; um sie zu gewinnen, wurde die Friedensentwicklung bei den Automobilfabriken eingestellt. Am 19. März 1942 meldete Speer dem Führer, daß bis zum Oktober 1942 60 Porsche-Tiger und 25 Henschel-Tiger fertiggestellt sein würden, und daß man bis zum März 1943 über weitere 135 Tiger, insgesamt also über 220 Tiger verfügen könne – falls sie alle verwendungsbereit blieben! Im April stellte Hitler die Forderung auf Konstruktion von Panzergranaten für die 8,8cm- und 7,5cm-Kanonen der Tiger und Panther. Die ersten Versuchs-Tiger der Firmen Henschel und Porsche wurden vorgeführt. Im gleichen Monat trug sich Hitler offenbar mit dem Gedanken einer Expedition gegen Malta, denn er stellte die Forderung auf 12 Panzer IV mit 80mm Stirnpanzerung für den Angriff auf die Inselfestung. Man hörte aber später nichts mehr von dieser sehr notwendigen Absicht. Im Mai 1942 genehmigte Hitler die Konstruktion des „Panther“ nach dem Vorschlag der Firma MAN und erteilte den Auftrag zum Bau von Schienenfahrzeugen für den Transport schwerster Panzer. Die Produktion an Sturmgeschützen sollte auf 100 Stück, die an Panzer III auf 190 Stück monatlich gesteigert werden. Im Juni 1942 beschäftigte Hitler die Sorge, ob die Panzerung ausreiche. Er befahl die Verstärkung der Bugpanzer beim Panzer IV und beim Sturmgeschütz auf 80mm und erklärte, nicht sicher zu sein, ob die Bugpanzerung des neuen „Panther“ mit 80mm im Frühjahr 1943 noch ausreichend sein würde. Er ordnete demzufolge an, zu untersuchen, ob eine Verstärkung des Panzers auf 100mm durchführbar sei und forderte, mindestens alle senkrechten Teile auf 100mm zu verstärken. Für den „Tiger“ ließ er die Verstärkung des Bugpanzers auf 120mm untersuchen.“