Hätte unser Martin Luther die Edda aus dem Isländischen ins Deutsche übersetzt und erklärt, daß diese von den Götterraben Hugin und Munin dem Barden Snorri Sturleson gebracht wurde, so wäre er einer der größten deutschen Denker. So aber gehört unser Luther zu den Sorgenkindern unserer deutschen Geistesgeschichte. Denn die Reformation des Christentums ist ein Unsinn, ebenso wie es dessen Einführung war. Schlimmer noch: Die Kirchenspaltung spaltete auch unser deutsches Volk, dessen Konfessionen sich fortan ebenso feindlich gegenüberstanden wie die Sekten des Morgenlandes. Im Augsburger Religionsfrieden könnte der Unfug zwar recht vernünftig geregelt werden, aber unser altes deutsches Reich war innerlich weiter geschwächt und zerrissen. Der 30jährige deutsche Bürgerkrieg ist eine Folgen davon. Die Feinde des römischen Papsttums feiern unseren Luther freilich und da unser General Erich Ludendorff darunter ist, können wir Panzertiere da nicht außen vor bleiben. Hinzu kommt, daß die amerikanische Umerziehung neuerdings auf unseren Luther losgeht. Also: Geboren wurde unser Luther 1483 in Eisleben und nachdem er Mönch geworden war, geriet er in Streit mit dem Papsttum und nagelte seine 97 Thesen an die Kirchentür von Wittenberg und verteidigte diese 1521 vor Kaiser Karl V. auf dem Reichstag in Worms. Geheiratet hat er 1525 die ehemalige Nonne Katharina von Bora. Das Paar hatte sechs Kinder. Die Aufhebung des Eheverbotes für die Priester ist in jedem Fall ein Fortschritt, denn die Ehelosigkeit verhindert die Ausbildung einer Priesterkaste und eine solche tut durchaus Not. Die Gaben der Menschenkinder sind schließlich erblich und sollten daher nicht vergeudet werden. Unser Dichter (und Übersetzer) Heinrich Voß besingt unseren Luther in einer seiner Oden:

Entschwebe, wie ein goldner Duft,

Mann Gottes, deiner stillen Gruft,

Und schaure Graun durch ihr Gebein,

Die deine stille Gruft entweihn!

Ermattet von dem Drachenkampf

Mit Priestern in der Höllen Dampf,

Sogst du an Katharinens Brust

Dir junge Kraft und Heldenlust.

Sie tränkte dich mit Rebentrank;

Und freudig tönte dein Gesang:

Dem Papst und allen Teufeln Spott!

Ein‘ feste Burg ist unser Gott!“

Da zischelt nun die Afterbrut:

Weh, Brüder, weh! wir sind sein Blut!

Schleicht rücklings hin zu seiner Ruh,

Und deckt die Scham des Vaters zu!“

Ihr Männer Deutschlands, kühn und frei

Durch ihn von Pfaffentyrannei!

Ihr laßt mit lästerndem Gestöhn

Die Heuchler Luthers Asche schmähn?

Wer ist, der nicht beim Kraftgesang

Des Weisen auf zu Thaten sprang,

Dem nicht die Seele sonnenhoch,

Ein Adler mit dem Adler, flog?

Wem schafft nicht Gottes edler Wein

Aus Donnerwolken Sonnenschein,

Und reißt der Lebensgeister Tanz

Zum Tugendkampf und Siegeskranz?

Was labt den Frommen in der Zeit

Mit Ahndung höhrer Seligkeit,

Als Mädchenblick und Mädchenkuß,

Des Weibes heiliger Genuß?

Schweig, Gleißner, dich befrag‘ ich nicht!

Dir bleibt dies ewig ein Gedicht,

Wie dem, der Lastern Lieder zollt,

Dem Hurer, und dem Trunkenbold!

Doch jeder Christ und gute Mann

Stimmt laut mit dir, o Vater, an:

Wer nicht liebt Weib, Wein und Gesang,

Der bleibt ein Narr sein Lebelang!“

Die Bachkantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ gibt es nun noch zu hören (man muß sich dabei einfach denken, daß unser Tondichter Johann Sebastian Bach unsere altdeutschen Götter besingt): https://www.youtube.com/watch?v=yqGfDqsCvXQ

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Es hat nicht viel gefehlt, daß bereits von Ariovist das durchgeführt ward, was später dem gotischen Theoderich gelang. Wäre dies geschehen, so würde unsere Zivilisation zu der römisch-griechischen schwerlich in einem innerlicheren Verhältnis stehen als zu der indischen und assyrischen Kultur. Daß von Hellas’ und Italiens vergangener Herrlichkeit zu dem stolzeren Bau der neueren Weltgeschichte eine Brücke hinüberführt, daß Westeuropa romanisch, das germanische Europa klassisch ist, daß die Namen Themistokles und Scipio für uns einen anderen Klang haben, als Asoka und Salmanassar, daß Homer und Sophokles nicht wie die Veden und Kalidasa nur den literarischen Botaniker anziehen, sondern in dem eigenen Garten uns blühen, das ist Caesars Werk; und wenn die Schöpfung seines großen Vorgängers im Osten von den Sturmfluten des Mittelalters fast ganz zertrümmert worden ist, so hat Caesars Bau die Jahrtausende überdauert, die dem Menschengeschlecht Religion und Staat verwandelt, den Schwerpunkt der Zivilisation selbst ihm verschoben haben, und für das, was wir Ewigkeit nennen, steht er aufrecht.“ – Theodor Mommsen, Römische Geschichte

Da hat unser möglicher Erschaffer Julius Cäsar mit seinem Gallischen Krieg ja ganz schön was angerichtet. Denn nicht nur die griechischen Dichter, sondern auch die griechischen Denker sind deshalb zu uns Deutschen gekommen. Darunter auch der Aristoteles, dem wir Panzertiere heute gedenken wollen. Sein Einfluß auf unsere deutschen Denker ist nämlich recht groß. Gelebt hat er von 384 bis 322 und zahlreiche Naturwissenschaften führen sich auf ihn zurück. Seine Schriften über die Staatskunst, Logik, Sittenlehre, Redekunst Metaphysik und Dichtkunst haben nichts an ihrer Nützlichkeit verloren. Richtig ins Deutsche übertragen, also nicht als eine Ansammlung griechischer Fremdwörter, bestechen diese nämlich durch ihre Natürlichkeit und Klarheit. Die alten Griechen bemühten sich nämlich die wahre Natur der Dinge zu erkennen und gemäß dieser zu leben. Sie wären also niemals auf den Einfall gekommen, die beiden Geschlechter des Menschen in Frage zu stellen. Dazu suche ich mir eine schöne Stelle aus der Nikomachischen Sittenlehre des Aristoteles aus: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Aristoteles/Nikomachische+Ethik

Die Eltern lieben nun ihre Kinder gleichsam als sich selbst – denn die von ihnen abstammen, sind durch die Trennung so zu sagen ihr anderes Selbst –, und die Kinder ihre Eltern, als von ihnen geboren; die Geschwister lieben sich unter einander, weil sie von denselben Eltern geboren sind. Denn da sie mit ihnen ein und dasselbe sind, sind sie es auch unter sich, daher man sagt: dasselbe Blut, derselbe Stamm und dergleichen. So sind sie denn, wenn auch in getrennten Personen, gewissermaßen dasselbe Wesen. Zu ihrer Freundschaft hilft auch viel, daß sie zusammen aufwachsen und gleichaltrig sind; denn „gleich und gleich“ heißt es, und gleiche Sitten machen treue Gefährten, daher auch die brüderliche Freundschaft der unter Jugendgenossen ähnlich ist. Vettern und sonstige Verwandte sind von den Brüdern her mit einander verbunden. Denn sie sind darum verwandt, weil sie letzthin denselben Ursprung haben. Die einen stehen sich näher, die anderen ferner, je nachdem der gemeinsame Stammvater ihnen näher oder ferner steht. Das Verhältnis der Kinder zu ihren Eltern ist, wie das der Menschen zu den Göttern, eine Freundschaft mit dem Guten und Überlegenen. Denn die Eltern haben ihren Kindern die größten Wohltaten erwiesen: sie haben ihnen das Dasein geschenkt und sie ernährt und später für ihre Erziehung Sorge getragen. Auch die Lust und der Nutzen ist in dieser Freundschaft um so größer als in der unter Fremden oder Nichtverwandten, je enger die Lebensgemeinschaft ist, die hier beide Teile mit einander unterhalten. In der brüderlichen Freundschaft finden sich alle Eigenschaften der hetärischen, besonders wenn die Brüder gleichmäßig brav und sich auch sonst ähnlich sind. Denn Brüder stehen sich besonders nahe und lieben sich von Geburt an; als Kinder derselben Eltern, mit einander aufgewachsen und nach denselben Grundsätzen erzogen, sind sie gleicher Denkungsart und Charakterrichtung, und die Erprobung in der Länge der Zeit ist bei ihnen die stärkste und zuverlässigste. Analog liegt das Freundschaftsverhältnis unter den sonstigen Verwandten. Zwischen Mann und Frau scheint von Natur aus ein Verhältnis der Freundschaft oder der Liebe zu bestehen. Denn der Mensch ist von Natur noch mehr zur ehelichen als zur bürgerlichen Gemeinschaft bestimmt, da die Familie früher und notwendiger ist als der Staat und die Fortpflanzung allen Sinneswesen gemeinsam ist. Bei den übrigen Lebewesen nun beschränkt sich die Gemeinschaft und der Verkehr auf eben dieses letztere, die Menschen aber werden nicht bloß durch die Fortpflanzung, sondern auch durch die Bedürfnisse des Lebens zusammengeführt. Die Aufgaben und Verrichtungen der beiden Geschlechter sind von vornherein geteilt und bei dem Manne andere als bei der Frau. Und so sind sie sich gegenseitig genug, indem jedes seine besonderen Gaben in den Dienst der Gemeinschaft stellt. Darum ist in dem ehelichen Verhältnis auch das Nützliche und das Angenehme gleichermaßen anzutreffen. Diese Annehmlichkeit kann aber auch in der Tugend ihren Grund haben, wenn die Gatten brav sind, da jeder Eheteil seine eigentümliche Tugend besitzt, und das kann für sie eine Quelle der Lust sein. Ein weiteres Band zwischen den Ehegatten scheinen die Kinder zu bilden, daher kinderlose Ehen sich leicht lösen. Denn die Kinder sind ein beiden gemeinsames Gut, und das Gemeinsame hält zusammen.“

Ein großer deutscher Panzerheld wurde heute geboren und zwar 1891 und in Heidenheim im Schwabenland erblickte unser Wüstenfuchs Rommel das Licht der Welt. Viele große und schöne Waffentaten hat unser Held für uns deutsches Vaterland vollbracht: Von der Erstürmung des Monte Matajur im Vierjährigen Krieg über die Führung unserer VII. Panzerdivision und die Schlacht von Kasserine bis hin zu den Abwehrkämpfen in der Normandie gegen das alte Scheißhaus Monty und dessen amerikanisch-englische Streitmacht. Mit eine der größten Waffentaten unseres Wüstenfuchses ist die Einnahme der englischen Festung Tobruk. Welche die Wochenschau unseres alten Reiches übrigens eindrucksvoll in Ton und Bild festgehalten hat: https://www.youtube.com/watch?v=XUkFnXztkWs Sage und schreibe 35,000 Gefangene hat unser Wüstenfuchs bei der Einnahme von Tobruk gemacht, was für die afrikanischen Verhältnisse im Sechsjährigen Krieg sehr viel war. Für diese schöne Waffentat hat unser Wüstenfuchs Rommel dann auch den Marschallstab erhalten und das durchaus zu recht, wie selbst unser – in diesen Dingen sehr strenger – Panzerstratege Erich von Manstein zugeben muß: „Bislang war (…) ein selbständig geführter Feldzug, eine gewonnene Schlacht oder eroberte Festung Voraussetzung des Erreichens der Würde eines Feldmarschalls gewesen.“ Als gebürtiger Schwabe bekommt unser Wüstenfuchs von mir das Lied „Kennt ihr das Land in deutschen Gauen“ zum Geburtstag: https://www.youtube.com/watch?v=xvAjQB7kf7Y

„Kennt ihr das Land in deutschen Gauen,

das schönste dort am Neckarstrand.

Die grünen Rebenhügel schauen

ins Tal von hoher Felsenwand.

Es ist das Land, das mich gebar,

wo meiner Väter Wiege stand;

drum sing‘ ich heut und immerdar:

das schöne Schwaben ist mein Heimatland!

Kennt ihr das Land in deutschen Gauen,

mit Wald und Flur so reich bekränzt,

wo auf den weiten, reichen Auen

im Sonnenschein die Ähre glänzt?

Es ist das Land, das mich gebar,

wo meiner Väter Wiege stand;

drum sing‘ ich heut und immerdar:

das schöne Schwaben ist mein Heimatland!

Kennt ihr das Land in deutschen Gauen,

wo Tann‘ und Efeu immer grün,

wo starke Männer, edle Frauen

in deutscher Kraft und Sitte blühn?

Es ist das Land, das mich gebar,

wo meiner Väter Wiege stand;

drum sing‘ ich heut und immerdar:

das schöne Schwaben ist mein Heimatland!

Kennt ihr das Volk im deutschen Süden,

so oft bewährt in Kampf und Streit,

dem zwischen seiner Wälder Frieden

so frisch die deutsche Kraft gedeiht?

Ja, wackre Deutsche laßt uns sein,

drauf reichet euch die deutsche Hand;

denn Schwabenland ist’s nicht allein,

das ganze Deutschland ist mein Heimatland!“

Das Panzerbuch von unserem Wüstenfuchs heißt „Krieg ohne Haß“ und darin berichtet uns unser Rommel von der Einnahme der englischen Festung Tobruk im Jahre 1942:

„Ich begleitete darauf den Angriff des DAK über das Straßenkreuz hinaus. Heftiges Feuer schlug aus dem Bereich des Fort Pilastrino und einigen Nestern des Djebelabstieges in unsere Angriffstruppe. Britische Schiffe versuchten nun, den Hafen von Tobruk zu verlassen. Anschließend wollten die Engländer ihre Mannschaften abtransportieren. Sofort setzte ich Flak und Artillerie an, die sechs Schiffe versenken konnten. Die auf ihnen befindlichen Briten konnten zum Großteil gerettet werden. Weiter ging es. Bald erreichten wir den Abstieg zur Stadt. Ein britischer Stützpunkt verteidigte sich hier mit außerordentlicher Zähigkeit. Ich forderte die Besatzung von 50 Mann durch Oberleutnant von Schlippenbach zur Übergabe auf, die Tommys antworteten aber mit .einem höllischen Feuer auf die Fahrzeuge der Staffel. Unserem Begleitfahrer, dem Obergefreiten Huber, gelang es nach einiger Zeit, mit sechs Flaksoldaten gedeckt an den Stützpunkt heranzukommen und ihn mit Handgranaten außer Gefecht zu setzen. Noch am Abend bot Pilastrino die Kapitulation an. Ein Stukaangriff auf dieses Werk wurde abgestoppt. Das Fort Solaro wurde von meinen Männern gestürmt. Im Hafen wurde noch ein Kanonenboot versenkt. Bei Einbruch der Dunkelheit waren zwei Drittel des Festungskampffeldes in unserer Hand. Stadt und Hafen waren schon am Nachmittag durch das DAK genommen worden. Am 21. Juni fuhr ich um fünf Uhr morgens in die Stadt Tobruk ein. Beinahe sämtlichen Gebäude dieses kläglich Nestes waren dem Erdboden gleich oder nur noch Trümmerhaufen, zum großen Teil noch Spuren unserer Belagerung im Jahre 1941. Dann fuhr ich auf der Via Balbia nach Westen. Der Stab der 32. britischen Heerespanzerbrigade bot die Übergabe an. 30 fahrbereite britische Panzer wurden uns daraufhin übergeben. Links und rechts der Via Balbia brannten zahlreiche Fahrzeuge. Überall zeigten sich Bilder der Vernichtung und des Chaos. Etwa sechs Kilometer westlich Tobruk traf ich auf der Via Balbia um 9.40 Uhr auf General Klopper, Kommandeur der 2. südafrikanischen Infanteriedivision und Kommandant der Festung. Er meldete mir die Kapitulation der Festung Tobruk. Er hatte die Niederlage nicht mehr aufhalten können, obwohl er alles getan hatte, um die Truppe in der Hand zu behalten. Ich forderte den General auf – er hatte seinen Generalstabschef bei sich -, mir mit seinem Wagen auf der Via Balbia nach Tobruk zu folgen. Ungefähr 10,000 Kriegsgefangene umsäumten den Weg. Im Hotel „Tobruk“ unterhielt ich mich noch mit General Klopper. Es hatte den Anschein, daß er nicht mehr über die Verbindungen verfügt hatte, um den Ausbruch seiner Truppen zu organisieren. Es war eben alles zu schnell gegangen. Ich beauftragte den südafrikanischen General, mit seinen Offizieren für Ordnung unter den Gefangenen zu sorgen und deren Verpflegung und Versorgung aus den Beutelagern in die Hand zu nehmen. Unser Angriff auf Tobruk war von außen her nicht gestört worden. Mit der Einnahme dieser Festung war die Schlacht in der Marmarica zum Abschluß gekommen. Für alle Afrikaner war der 21. Juni der Höhepunkt des afrikanischen Krieges. Die Panzerarmee gab folgenden Tagesbefehl heraus: „Soldaten! Die große Schlacht in der Marmarica hat mit der raschen Erstürmung Tobruks ihre Krönung gefunden. Insgesamt wurden über 45,000 Gefangene gemacht, über 1000 Panzerkampfwagen, fast 400 Geschütze vernichtet oder erbeutet. Durch Eure unvergleichliche Tapferkeit und Zähigkeit habt Ihr in dem langen harten Ringen der letzten vier Wochen dem Gegner Schlag auf Schlag versetzt. Durch Euren Angriffsgeist verlor der Gegner den Kern seiner Feldarmee, die sprungbereit zum Angriff gegen uns stand, vor allem seine starken Panzerkräfte. Meine besondere Anerkennung der Führung und Truppe für diese hervorragenden Leistungen! Soldaten der Panzerarmee Afrika! Jetzt gilt es, den Gegner vollends zu vernichten. Wir wollen nicht eher ruhen, bis wir die letzten Teile der britischen 8. Armee zerschlagen haben. In den nächsten Tagen fordere ich nochmals große Leistungen von Euch, damit wir unser Ziel erreichen. Rommel“

Unser Gerhard von Scharnhorst hat heute Geburtstag! Wahrhaft ein Grund zum Feiern (und zwar wie immer mit unserem altdeutschen Panzergetränk Met). Unserem Scharnhorst verdanken wir Deutschen nämlich die Auferstehung unseres alten Preußens nach dessen Niederlage gegen Napoleon im Jahre 1806. Mit Fug und Recht kann man ihn – neben dem Freiherrn von Stein, Gneisenau, Blücher und Hardenberg – als einen der zweiten Gründer Preußens betrachten. Denn als Kriegsminister hat er die neue preußische Armee aufgebaut, die Napoleon bei Leipzig, Laon und Belle-Alliance besiegt und gleich zwei Mal die gallische Hauptstadt Paris eingenommen hat. Das Licht der Welt erblickte unser Scharnhorst 1755 im sächsischen Bordenau und seit 1801 stand er in preußischen Diensten, nachdem er zuvor bei den Hannoveranern gedient hatte. Den Schlachtgesang von Lützows wilder verwegener Jagd suche ich mir zur Feier von Scharnhorsts Geburtstag aus. Gedichtet hat diesen nämlich unser Theodor Körner, der im Freikorps Lützow zusammen mit unserem Scharnhorst gegen Napoleon gekämpft und ebenso wie dieser dabei den Heldentod für unserer deutsches Vaterland gestorben ist: https://www.youtube.com/watch?v=TIQrimEiXR8

„Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein?

Hör´s näher und näher brausen.

Es zieht sich herunter in düsteren Reihn

und gellende Hörner schallen darein

erfüllen die Seele mit Grausen

Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Was zieht dort rasch durch den finstern Wald

und streift von Bergen zu Bergen?

Es legt sich in nächtlichen Hinterhalt,

das Hurra jauchzt, und die Büchse knallt

es fallen die fränkischen Schergen

Und wenn ihr die schwarzen Jäger fragt

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd

Wo die Reben dort glühen dort braust der Rhein,

der Wütrich geborgen sich meinte

Da naht es schnell mit Gewitterschein

und wirft sich mit rüstigen Armen hinein

und springt an das Ufer der Feinde.

Und wenn ihr die schwarzen Schwimmer fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was braust dort im Tale die laute Schlacht

was schlagen die Schwerter zusammen?

Wildherzige Reiter schlagen die Schlacht

und der Funke der Freiheit ist glühend erwacht

und lodert in blutigen Flammen.

Und wenn ihr die schwarzen Reiter fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd!

Was scheidet dort röchelnd vom Sonnenlicht

unter winselnde Feinde Gebettet?

Es zucket der Tod auf dem Angesicht

doch die wackern Herzen erzittern nicht

das Vaterland ist ja gerettet!

Und wenn ihr die schwarzen Gefallnen fragt:

Das ist

Das ist Lützows wilde, verwegene Jagd.

Die wilde Jagd und die deutsche Jagd

auf Henkersblut und Tyrannen!

Drum, die ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt!

Das Land ist ja frei, und der Morgen tagt

wenn wir’s auch nur sterbend gewannen.

Und von Enkeln zu Enkeln sei’s nachgesagt:

Das war

Das war Lützows wilde, verwegene Jagd.“

Im Militärischen Taschenbuch unseres Waffenschmiedes geht es nun mit den Patrouillen weiter: https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10784832_00005.html

„§. II. Anordnung im Marsch, wenn eine Patrouille 12 Mann stark ist und eine offene Gegend durchsuchen soll. Die Tete haben zwei Mann und ein Gefreiter, auf 100 bis 1000 Schritt folget der Truppe von sieben Mann mit dem Führer, und auf eine eben so große Distanz folgen die beiden übrigen Männer. Die Entfernung der Tete von dem Haupttrupp ist so groß, daß der Haupttrupp immer noch die Tete wahrnahmen kann. In der Nacht ist also diese Distanz geringer, als bei Tage, und in durchschnittenen Gegenden geringer, als in offenen. Der Haupttrupp schickt nach jeder Seite rechts und links zwei Plänkler, welche in durchschnittenen Gegenden und in der Nacht so weit zur Seite gehen, als es ihnen ohne Gefahr, den Haupttrupp zu verlieren, möglich ist.

§. III. Verhalten der Plänkler oder der einzelnen Mannschaft. Die beiden Männer der Tete und der Seitentrupps sekundieren einander. Unterdessen der eine einen Busch durchsucht, hält der andere mit aufgezogener Pistole so, daß er den Feind, welcher seinen Kameraden anfällt, gleich in die Flanke schießen kann. Bei einem Berge bleibt der eine unten halten, bis der andere die Höhe erreicht, und ihn durch ein Zeichen benachrichtiget, daß der Feind nicht zu sehen ist. Siehet einer den Feind; so halten sie sich beide verdeckt, und einer meldet es der Patrouille, welche sich nun in ein Versteckt legt, zurückziehet, oder den Feind von einem verdeckten Orte observiert. Sobald ein Plänkler den Feind in der Flanke entdeckt und auf die Patrouille avancieren siehet, so feuert er, und nun versammelt sich alles bei dem Haupttrupp.

§. IV. Marsch zwischen Hecken. Marschiert man durch eine mit Hecken durchschnittene Gegend, so gehen die beiden Seitenplänlker, sowohl bei Tage, als bei Nacht durch durch Seitenwege, welche sich nach dem Hauptwege wieder ziehen; sie entfernen sich jedoch, wenn es möglich, nicht über 1500 Schritt von dem Haupttrupp.

§. V. Marsch in der Ebene. In der Nacht gehen die Seitentrupps in der Ebene so weit zur Seite, daß sie noch eben den Haupttrupp sehen können. Bei Tage bleiben sie bei dem Haupttrupp, und werden nur rechts und links geschickt, einen Busch, eine Niedrigung, ein Haus, welches sich in einiger Entfernung befindet, zu durchsuchen.

§. VI. Marsch im Winter, wo man keine Nebenwege wegen Schnee gehen kann, in gebirgigem Lande, wo man nur durch wenige hohle Wege passieren kann. Man gehet Reihenweise so weit von einander, daß man nur einander nicht verliert, oder man nimmt schwache Patrouillen von, zwei bis drei Mann, und läßt dagegen immer zwei einander auf einige 1000 Schritte folgen. Alsdann siehet der Feind die letzte nicht, wenn er auf die erste fällt, und diese entdeckt nun den Feind, ehe sie abgeschnitten.“

Wir wollen heute unserem Minnesänger Walther von der Vogelweide gedenken. Unser Dichter und Held wurde 1203 nämlich urkundlich erwähnt (in Ermangelung eines Geburts- oder Todestages). Gelebt hat er zu Zeiten der Stauferkaiser, wohl von 1170 bis 1230. Unsere deutschen Dichter feiern wir am besten mit deren Werken und ich tue das mit Walters „Deutschland voran“, in welchem unser Walter unser deutsches Vaterland ein wenig rühmt:

„Heißen sollt ihr mich willkommen,

Der euch Neues meldet, das bin ich!

Was ihr alles sonst vernommen,

War nur Wind – drum fraget jetzo mich!

Aber Lohn will ich;

Wenn ihr den nicht scheut,

Will ich manches melden,

Was das Herz erfreut!

Seid bedacht und ehret mich!

Deutschen Frauen will ich sagen

Solche Märe, daß sie aller Welt

Wohl von Herzen soll behagen:

Und ich tu es ohne Gut und Geld.

Denn wer nahm als Sold

Wohl von Frauen Lohn?

Drum sag ich bescheiden:

Es erfreut mich schon,

Grüßen sie mich lieb und hold!

Länder hab ich viel gesehen,

Und die besten prüft ich allerwärts.

Übles möge mir geschehen,

Würde je abtrünnig mir das Herz,

Daß mir wohlgefalle

Fremder Sitte Brauch;

Wenn ich unwahr spräche,

Sagt, was hilf mirs auch?

Deutsche Zucht geht über alle!

Von der Elbe bis zum Rheine

Und zurück bis in das Ungarland

Sind die besten Fraun alleine,

Die ich auf der weiten Erde fand.

Weiß ich recht zu schauen

Wackern Sinn und Leib,

Helf mir Gott – ich schwöre,

Daß das deutsche Weib

Besser ist als andre Frauen!

Deutscher Mann ist wohlerzogen,

Deutsche Fraun sind engelschön und rein,

Wer sie tadelt, hat gelogen,

Anders kann es wahrlich nimmer sein.

Zucht und reine Minne,

Wer die finden will,

Such in deutschen Landen,

Da gibts wunderviel –

Lebt ich doch noch lang darinne!“

Diese schönen Verse unseres Walters von der Vogelweide haue ich übrigens all jenen umerzogenen Gecken um die Ohren, die behaupten, daß es unser deutsches Vaterland im Mittelalter gar nicht gegeben hätte.

Deutsch ist die Saar

Unser deutsches Saarland soll auch nicht vergessen werden (immerhin wollten die Gallier es uns auch rauben und die liberalen Amerikanerhandpuppen planten an der Saar ein zwischenstaatliches Gebiet für das EU-Monster zu errichten): https://www.youtube.com/watch?v=nmC95bnX6yg

Deutsch ist die Saar, deutsch immerdar,

Und deutsch is unseres Flusses Strand

Und ewig deutsch mein Heimatland,

Mein Heimatland, mein Heimatland.

Deutsch bis zum Grab, Mägdlein und Knab‘

Und deutsch das Lied und deutsch das Wort

Und deutsch der Berge schwarzer Hort,

Der Berge schwarzer, schwarzer Hort.

Deutsch schlägt das Herz stets himmelwärts,

Und deutsch schlugs, als uns das Glück gelacht

Und deutsch schlägts auch in Leid und Nacht,

In Leid und Nacht, in Leid und Nacht.

Reicht euch die Hand, schlinget ein Band

Um junges Volk, das deutsch sich nennt,

In dem die deutsche Sehnsucht brennt

Nach dir o Mutter, nach dir, nach dir.

Ihr Himmel, hört! Jung Saarvolk schwört;

So lasset uns es in den Himmel schrei’n:

Wir wollen niemals Knechte sein,

Wir wollen ewig Deutsche sein!“

Heute hat unser deutscher Kaiser Heinrich IV. Geburtstag! Geboren wurde er 1050 als Sohn Heinrichs III. und der Agnes von Poitou und geherrscht hat er von 1056 bis 1105. Bekannt dürfte vielleicht noch sein Streit mit dem Papsttum und der Gang nach Canossa sein, auf den sich später noch unser Eiserner Kanzler Otto von Bismarck bezogen hat, als er selbst mit dem Papsttum aneinander geraten ist. Glücklich kann man die Regierungszeit Heinrichs IV. nun wirklich nicht nennen, da er sich beständig Fehden mit den Sachsen geliefert hat und sich – im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die regelmäßig mißliebige Päpste absetzen ließen – gegen das römische Papsttum nicht wirklich durchsetzen konnte. Schuld daran war die innere Zwietracht in unserem alten deutschen Reich. Denn damals konnte sich unsere Reichsgewalt zum ersten mal nicht mehr richtig gegen die Fürsten durchsetzen und damit wurde der Zerfall unseres alten Reiches eingeläutet, der es später den Galliern lange Jahrhunderte erlaubte hat, die Vormacht Europas zu spielen und uns Deutschen unter Napoleon beinahe zum Verhängnis geworden wäre; bis dann unser Bismarck die Reichsgewalt wieder bedeutend gestärkt hat. Daher lasse ich nun unseren letzten deutschen Kaiser – Wilhelm II. – unser deutsches Volk zur Einigkeit aufrufen: https://www.youtube.com/watch?v=NRi0TVCLmGc

„Seit der Reichsgründung ist es durch 43 Jahre Mein und Meiner Vorfahren heißes Bemühen gewesen, der Welt den Frieden zu erhalten und im Frieden unsere kraftvolle Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner neiden uns den Erfolg unserer Arbeit. Alle offenkundige und heimliche Feindschaft von Ost und West, von jenseits der See haben wir bisher ertragen im Bewußtsein unserer Verantwortung und Kraft. Nun aber will man uns demütigen. Man verlangt, daß wir mit verschränkten Armen zusehen, wie unsere Feinde sich zu tückischem Überfall rüsten, man will nicht dulden, daß wir in entschlossener Treue zu unserem Bundesgenossen stehen, der um sein Ansehen als Großmacht kämpft und mit dessen Erniedrigung auch unsere Macht und Ehre verloren ist. So muß denn das Schwert entscheiden. Mitten im Frieden überfällt uns der Feind. Darum auf! zu den Waffen! Jedes Schwanken, jedes Zögern wäre Verrat am Vaterlande. Um Sein oder Nichtsein unseres Reiches handelt es sich, das unsere Väter sich neu gründeten. Um Sein oder Nichtsein deutscher Macht und deutschen Wesens. Wir werden uns wehren bis zum letzten Hauch von Mann und Roß. Und wir werden diesen Kampf bestehen auch gegen eine Welt von Feinden. Noch nie ward Deutschland überwunden, wenn es einig war. Vorwärts mit Gott, der mit uns sein wird, wie er mit den Vätern war!“

Heute muß wahrlich gefeiert werden! Denn unser großer Schiller hat Geburtstag. Gemäß der Panzersitte – nach der man sich bei einem Dichtergeburtstag ein Stück von diesem aussuchen muß – nehme ich eine meiner Lieblingsstellen aus dem Tell. Mit welchem unser Schiller den gallischen Gewaltherrscher Napoleon überlistet hat. Mit dem Unhold Gessler ist nämlich der Napoleon gemeint und mit den Schweizern meint unser Schiller in Wahrheit uns Deutsche. Um das ein wenig zu zeigen hören wir nun die mahnenden Worte, die der Freiherr von Attinghausen an seinen Neffen Rudenz (den man – zusammen mit der Bertha von Bruneck – als die Verkörperung unserer deutschen Jugend ansehen kann) richtet: http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Dramen/Wilhelm+Tell

„Attinghausen.

Verblendeter, vom eiteln Glanz verführt!

Verachte dein Geburtsland! Schäme dich

Der uralt frommen Sitte deiner Väter!

Mit heißen Tränen wirst du dich dereinst

Heimsehnen nach den väterlichen Bergen,

Und dieses Herdenreihens Melodie,

Die du in stolzem Überdruss verschmähst.

Mit Schmerzenssehnsucht wird sie dich ergreifen,

Wenn sie dir anklingt auf der fremden Erde.

O mächtig ist der Trieb des Vaterlands!

Die fremde falsche Welt ist nicht für dich,

Dort an dem stolzen Kaiserhof bleibst du

Dir ewig fremd mit deinem treuen Herzen!

Die Welt, sie fordert andre Tugenden,

Als du in diesen Tälern dir erworben.

– Geh hin, verkaufe deine freie Seele,

Nimm Land zu Lehen, werd ein Fürstenknecht,

Da du ein Selbstherr sein kannst und ein Fürst

Auf deinem eignen Erb und freien Boden.

Ach Uli! Uli! Bleibe bei den Deinen!

Geh nicht nach Altdorf – O verlass sie nicht

Die heil’ge Sache deines Vaterlands!

– Ich bin der Letzte meines Stamms. Mein Name

Endet mit mir. Da hängen Helm und Schild,

Die werden sie mir in das Grab mitgeben.

Und muss ich denken bei dem letzten Hauch,

Dass du mein brechend Auge nur erwartest,

Um hinzugehn vor diesen neuen Lehenhof,

Und meine edeln Güter, die ich frei

Von Gott empfing, von Östreich zu empfangen!

Rudenz.

Vergeblich widerstreben wir dem König,

Die Welt gehört ihm, wollen wir allein

Uns eigensinnig steifen und verstocken,

Die Länderkette ihm zu unterbrechen,

Die er gewaltig rings um uns gezogen?

Sein sind die Märkte, die Gerichte, sein

Die Kaufmannsstrassen, und das Saumross selbst,

Das auf dem Gotthard ziehet, muss ihm zollen.

Von seinen Ländern wie mit einem Netz

Sind wir umgarnet rings und eingeschlossen.

– Wird uns das Reich beschützen? Kann es selbst

Sich schützen gegen Östreichs wachsende Gewalt?

Hilft Gott uns nicht, kein Kaiser kann uns helfen.

Was ist zu geben auf der Kaiser Wort,

Wenn sie in Geld- und Kriegesnot die Städte,

Die untern Schirm des Adlers sich geflüchtet,

Verpfänden dürfen und dem Reich veräußern?

– Nein Oheim! Wohltat ist’s und weise Vorsicht,

In diesen schweren Zeiten der Parteiung,

Sich anzuschließen an ein mächtig Haupt.

Die Kaiserkrone geht von Stamm zu Stamm,

Die hat für treue Dienste kein Gedächtnis,

Doch um den mächt’gen Erbherrn wohl verdienen,

Heißt Staaten in die Zukunft streun.

Attinghausen.

Bist du so weise?

Willst heller sehn als deine edeln Väter,

Die um der Freiheit kostbarn Edelstein

Mit Gut und Blut und Heldenkraft gestritten?

– Schiff nach Luzern hinunter, frage dort,

Wie Östreichs Herrschaft lastet auf den Ländern!

Sie werden kommen, unsre Schaf und Rinder

Zu zählen, unsre Alpen abzumessen,

Den Hochflug und das Hochgewilde bannen

In unsern freien Wäldern, ihren Schlagbaum

An unsre Brücken, unsre Tore setzen,

Mit unsrer Armut ihre Länderkäufe,

Mit unserm Blute ihre Kriege zahlen –

– Nein, wenn wir unser Blut dransetzen sollen,

So sei’s für uns – wohlfeiler kaufen wir

Die Freiheit als die Knechtschaft ein!

Rudenz.

Was können wir,

Ein Volk der Hirten gegen Albrechts Heere!

Attinghausen.

Lern dieses Volk der Hirten kennen, Knabe!

Ich kenn’s, ich hab es angeführt in Schlachten,

Ich hab es fechten sehen bei Favenz.

Sie sollen kommen, uns ein Joch aufzwingen,

Das wir entschlossen sind, nicht zu ertragen!

– O lerne fühlen, welches Stamms du bist!

Wirf nicht für eiteln Glanz und Flitterschein

Die echte Perle deines Wertes hin –

Das Haupt zu heißen eines freien Volks,

Das dir aus Liebe nur sich herzlich weiht,

Das treulich zu dir steht in Kampf und Tod –

Das sei dein Stolz, des Adels rühme dich –

Die angebornen Bande knüpfe fest,

Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an,

Das halte fest mit deinem ganzen Herzen.

Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft,

Dort in der fremden Welt stehst du allein,

Ein schwankes Rohr, das jeder Sturm zerknickt.

O komm, du hast uns lang nicht mehr gesehn,

Versuch’s mit uns nur einen Tag – nur heute

Geh nicht nach Altdorf – Hörst du? Heute nicht,

Den einen Tag nur schenke dich den Deinen!

Rudenz.

Ich gab mein Wort – Lasst mich – Ich bin gebunden.

Attinghausen (lässt seine Hand los, mit Ernst).

Du bist gebunden – Ja Unglücklicher!

Du bist’s, doch nicht durch Wort und Schwur,

Gebunden bist du durch der Liebe Seile!

– Verbirg dich wie du willst. Das Fräulein ist’s

Berta von Bruneck, die zur Herrenburg

Dich zieht, dich fesselt an des Kaisers Dienst.

Das Ritterfräulein willst du dir erwerben

Mit deinem Abfall von dem Land – Betrüg dich nicht!

Dich anzulocken zeigt man dir die Braut

Doch deiner Unschuld ist sie nicht beschieden.

Rudenz.

Genug hab ich gehört. Gehabt Euch wohl.

Attinghausen.

Wahnsinn’ger Jüngling, bleib! – Er geht dahin!

Ich kann ihn nicht erhalten, nicht erretten –

So ist der Wolfenschiessen abgefallen

Von seinem Land – so werden andre folgen

Der fremde Zauber reißt die Jugend fort,

Gewaltsam strebend über unsre Berge.

– O unglücksel’ge Stunde, da das Fremde

In diese still beglückten Täler kam,

Der Sitten fromme Unschuld zu zerstören!

Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte

Das Würd’ge scheidet, andre Zeiten kommen,

Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht!

Was tu ich hier? Sie sind begraben alle,

Mit denen ich gewaltet und gelebt.

Unter der Erde schon liegt meine Zeit,

Wohl dem, der mit der neuen nicht mehr braucht zu leben!“

Der Jahrestag der Schlacht von Roßbach. Im Jahre 1757 schlug Friedrich der Große hier mit 25,000 Preußen ein gallisches Heer von 50,000 Mann vernichtend. Eigentlich war diese ja kein reiner Sieg Friedrichs des Großen über die Gallier, da auch deutsche Truppen der Reichsarmee gegen ihn mitgekämpft haben. Aber da diese unter dem Befehl des gallischen Feldherren Soubise standen, lasse ich diese einmal unter den Tisch fallen und erspare mir den üblichen Tadel wegen der deutschen Bruderkriege. Die Kriege Friedrichs des Großen sind für uns Deutsche sehr lehrreich, da wir seit geraumer Zeit immerzu von übermächtigen Feinden an mehreren Fronten angegriffen werden, was wohl an unserer Unbeugsamkeit und unserer Lage im Herzen Europas liegt – wer dieses nämlich knechten will, der muß uns notwendig aus dem Weg räumen. Gefeiert werden muß dieser große deutsche Schlachtensieg natürlich mit der Wacht am Rhein, unserem alten Kampflied gegen die Gallier: https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw
„Es braust ein Ruf wie Donnerhall,
wie Schwertgeklirr und Wogenprall:
Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!
Wer will des Stromes Hüter sein?
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Durch Hunderttausend zuckt es schnell,
und aller Augen blitzen hell:
der deutsche Jüngling, fromm und stark,
beschirmt die heilige Landesmark.
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Er blickt hinauf in Himmelsauen,
wo Heldengeister niederschaun,
und schwört mit stolzer Kampfeslust:
„Du, Rhein, bleibst deutsch wie meine Brust!“
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
„Und ob mein Herz im Tode bricht,
wirst du doch drum ein Welscher nicht.
Reich wie an Wasser deine Flut
ist Deutschland ja an Heldenblut.“
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
„So lang ein Tropfen Blut noch glüht,
noch eine Faust den Degen zieht,
und noch ein Arm die Büchse spannt,
betritt kein Feind hier deinen Strand.“
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,
die Fahnen flattern hoch im Wind:
Zum Rhein, zum Rhein, am deutschen Rhein!
Wir alle wollen Hüter sein!
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
So führe uns, du bist bewährt;
In Gottvertrauen greif’ zu dem Schwert,
Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!
Und tilg‘ die Schmach mit Feindesblut!
Lieb Vaterland, magst ruhig sein,
lieb Vaterland, magst ruhig sein:
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!
Fest steht und treu die Wacht,
die Wacht am Rhein!“
Unser Carl von Clausewitz hat seiner Herzensdame und späterer Gemahlin Marie von Brühl vom Roßbacher Schlachtfeld einen Brief geschrieben, als unsere Preußen im Unglücksjahr 1806 gegen Napoleon zogen, in dem er auf die damalige Lage Friedrichs des Großen eingeht und sich diesem zum Vorbild nimmt. Der Brief gefällt mir so gut, daß ich ihn zur Feier des Tages vorlesen möchte:
„Sie können denken, mit welchen Empfindungen ich das Schlachtfeld besuchte, wo der unerträgliche Hochmut der Franzosen sosehr gedemütigt, uns aber ein stolzes Monument errichtet wurde, was über viele Zeiten und Länder, sogar über jenen Berg von Begebenheiten hinwegragt, den die letzten zehn Jahre vor es hingerollt haben, und woran sich unser Mut und unser Vertrauen mit der üppigsten Kraft emporrankt. Diese Schlacht hat das Eigentümliche, daß sie der ganzen Welt, besonders aber den Franzosen bekannt ist, ungeachtet sie, sowohl in Rücksicht der Kunst als der aufgeopferten Kräfte, sehr leicht erkauft wurde. Nie in der Welt ist eine so unbedeutende Schlacht von so wichtigen Folgen gewesen. Aller dieser Umstände wegen, muß ich gestehen, ist sie nicht sehr imponierend für mich. Doch ist es mir sehr interessant, täglich in ein Zimmer zu gehen, wo Friedrich der Große wohnte und wo er gerade aß, als man ihm die Nachricht brachte, daß die Franzosen ihn zu umgehen suchten, Seidlitz sprang zuerst auf, um die Kavallerie vorläufig satteln zu lassen; Prinz Heinrich folgte ihm und benachrichtigte die Infanterie. Endlich, gegen zwei Uhr, stieg auch der König auf das oberste Stockwerk des Hauses, um den Feind zu beobachten; er traute kaum seinen Augen, so unbegreiflich war das Unternehmen, nicht an Kühnheit, sondern an Dummheit. Der König befahl sogleich, daß die Armee zu den Waffen greifen und den Umständen gemäß abmarschieren sollte. Alle sprengten nun mit verhängtem Zügel zu dem Schloßhof hinaus durch des Dorfes enge Gassen, der Gefahr entgegen, die auf den Bergen ihrer wartete – welch ein Augenblick! Wenn ich den König in dieser Schlacht selbst nicht in dem Maße bewundere, wie der große Haufe des Militärs: so muß ich doch über seine Größe in diesem Zeitpunkte seines Lebens überhaupt erstaunen. Er war in einer blutigen fürchterlichen Schlacht (bei Kolin) in Böhmen geschlagen worden und erhielt sich mit Not und Mühe noch einige Zeit in diesem Lande; er kehrte dann nach Sachsen zurück, wo drei Armeen sich die Hand boten, seine Staaten zu verschlingen. Eine zweite große Schlacht raubte ihm sein Heer in Preußen und dieses ganze Königreich. Eine vierte Armee, der ganzen preußischen Macht allein überlegen, folgte ihm aus Böhmen auf dem Fuße nach. In dieser verzweiflungsvollen Lage dachte der König an keinen Frieden. Aber diese Lage war noch nicht verzweiflungsvoll genug, um die Größe dieses erhabenen Gemütes auszumessen. Eine dritte Schlacht vernichtete bei Breslau den schönsten Teil seines Heeres, und brach die einzige Säule zusammen, auf welcher die Grundfesten des Staates ruhten; zwei Dritteile von Schlesien gingen verloren. So brachte der indes bei Roßbach erfochtene Sieg den König kaum einen Schritt von dem Abgrunde zurück, in welchen sein Staat zu stürzen und ihn unter seinen Trümmern zu begraben drohte. Der König sammelte die Reste seiner Heere und führte sie, dreißigtausend Mann stark, den neunzigtausend Österreichern bei Leuthen in Schlesien entgegen. Er war entschlossen, alles zu verlieren oder alles wieder zu gewinnen, wie ein verzweifelter Spieler und – daß unsere Staatsmänner es sich wohl merken möchten! – in diesem leidenschaftlichen Mute, der nichts ist als der Instinkt einer kräftigen Natur – liegt die höchste Weisheit. Die ruhigste Überlegung des glänzendsten Kopfes kann, entfernt von jeder Gefahr und jedem leidenschaftlichen Antriebe, auf kein anderes Resultat kommen. Davon bin ich ganz überzeugt. Hier, bei Leuthen, errang Friedrich in einer Mordschlacht jenen glänzenden Sieg, der den schönsten Stein in die Strahlenkrone seines Ruhmes fügte und den Staat, wie ein Zauberschlag, aus seinen Trümmern neugefügt hervorgehen ließ. – In dieser ganzen Periode sieht man den König mit einer Freiheit des Geistes und Heiterkeit handeln und leben, die mich bis zur leidenschaftlichen Bewunderung hinreißt. Sie verzeihen mir wohl, herrliche Marie, wenn ich mich hier einen Augenblick gehen ließ; ich habe doch gewiß nichts gesagt, was Ihrer nicht würdig wäre. Hätten doch alle Preußen vornehmen wie geringen Geschlechts den Blick so fest auf diesen glänzendsten Zeitpunkt unserer Geschichte gerichtet wie ich, sie würden früher schon es mehr der Mühe wert geachtet haben, ein so schön errungenes Dasein politischer Freiheit zu behaupten.“

„Es gab einige bei ihnen, die sich an Herkules erinnern, und sie besangen den ersten der tapferen Männer, wenn sie in die Schlacht zogen. Hierfür sind auch diese Lieder, die sie Barditus nennen, durch deren Wiedergabe sie die Seelen in Erregung versetzen und durch den sie Glück in der kommenden Schlacht prophezeien“ – Wußte schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus über uns Deutsche zu berichten und daher feiern wir den Geburtstag unseres alten Dichters Hans Sachs gerne. Heute wurde dieser in Nürnberg im Jahr 1494 geboren und schuf zahlreiche Dichtungen. Ich suche mir sein Gedicht „Guiscardus und Gismonda“ aus (und hoffe, daß ihr unseren Hans Sachs in der altdeutschen Urschrift noch einigermaßen lesen könnt):

„Ein buch cento novella heist,

hat ein poet geschriben,

hundert histori es ausweist;

mir saget mein memori,

das buch sei Johannes Boccatius

Als noch ist mengem weisen kunt,

dem solich kunst tut lieben;

in dem gemelten buch ich funt

gar ein schone histori

von eim fürsten, hieß Tancretus,

Der war in der stat Salerno gesessen,

sein hocher adel der was ungemessen,

was doch darbei ein demütiger mone.

als in diser histori stet,

allein er einen erben het,

das was ein minnikliche tochter schone.

Die was züchtig und darzu weis,

die het er lieb unmaße;

er zug sie auf mit ganzem fleiß,

wolt ir lang kein man geben;

Gismonda so was die tochter genant.

ein reicher herzog hat ein sun,

der zu Capua saße,

dem gab der fürst sein tochter nun

er daucht in darzu eben.

derselbig fürt sie mit im in sein lant;

Sein leben doch kürzlich ein ende name;

die tochter wider zu dem vatter kame.

in mitler zeit was ir muter gestorben,

mit dem vatter sie lang reigiert;

mit tugent so was sie geziert,

von manchem ritter wart um sie geworben.

Ir vatter het sie herzlich holt,

zu ir er sich gesellet;

keim man er sie nit geben wolt:

des tet sich hart betriben

die frau, und offenbart es nicht vor schame.

Darvon sie ir gar heimeleich

ein jüngling auserwelet

schon, jung, gerad und sinnenreich,

den tet sie herzlich lieben

an irem hof, Guisgardus war sein name.

Sie schrib ein brief und tet den in ein rore,

damit macht sie dem jüngling offenbore,

das sie im trüg soliche lieb und gunste.

balt der jüngling den brief gelas,

zu stunt sein herz entzündet was

mit flammendem feuer der liebe brunste.

In diesem brief wart er gelert,

wie er balt kumen mechte

in ir kamer unter der ert

durch ein heimlichen gange,

der durch ein fels den seinen eingang het

In einer dorenhecken groß.

der jüngling das ausspechte,

balt im wart geben dises loß,

er saumet sich nit lange;

sein leib mit leder er bekleiden tet

Und ließ sich hinab in den holen steine;

da stunt die frau und wart mit freuden seine,

fürt in durch den berk in ir kamer weite;

da noßen sie der liebe brunn

in honigsüßer freud und wunn,

das triben sie darnach ein lange zeite.

Darnach einsmals an einem tag

tet sie im aber kunde,

das er kem; und die weil, ich sag,

gieng sie in iren garten.

die weil ir vatter in ir kamer lief

Und wolt mit ir reden etwas,

und da er sie nit funde,

hinter ein fürhang er da saß,

wolt seiner tochter warten

bis das sie kem; in dem der her entschlief,

Der jüngling kam durch den eingang mit eile,

sach seinen herren nit, im zu unheile.

die frau sich heim balt in ir kamer machet,

da sie iren liebhaber fant;

sie hetten große freud zuhant;

der her hinter dem fürhang auferwachet.

Er alle ding da hort und sach,

sein herz in zoren qualle;

iedoch er da kein wort nit sprach.

da ir freud het ein ende,

der jüngling wider in den eingang schloff;

Die frau beschloß dieselbe tir

und gieng hin auf den sale,

da sie dan fant ir junkfrau schir.

der her schleich gar behende

aus der kamer und bot an seinem hof

Zweien, das sie zu diser holen gingen

und, wer daraus schlüff, das sie im den fingen.

und zwen giengen hin zu der dorenhecken

und warten lang bei diesem loch,

bis der jüngling heraußer kroch

do er sie sach, wie hart gunt er verschrecken!

Die fiengen in, bunden ihn hart,

fürten in für den heren,

der weinet und betrübet wart:

»we! daß bist geboren!

in meinem fleisch und blut hast mich geschmecht!«

Der jüngling sprach: »das mein gemüt

tet die streng lieb verkeren.«

der her in großem zoren wüt,

sprach: »werft in ein den toren

und hüt sein wol, bis das der tag hernecht.«

Zu morgen kam er zu der tochter gangen,

sein herz das war mit schmerzen umefangen:

»Gismonda, tochter, ich hab dich erzogen

in eren und in großer zucht;

tugent het ich bei dir gesucht,

ei! wie felschlichen hastu mich betrogen!

Du pflagst mit Guisgardo der lieb,

sach ich mit meinen augen;

darum so muß der falsche dieb

mir lan sein junges leben;

auch gewinest du niemer mer mein hult.«

Die frau erschrak, was ungemut,

doch stunt sie one laugen:

»vatter, wir sint doch fleisch und blut,

als wol du, und merk eben:

darum hab wir den tot gar nit verschult.

Da du mir woltest geben keinen mane,

Guisgardum ich mir auserwelte hane

in rechter lieb, darum wil ich nit werben

um dein hult oder dein genad.

mit dem mein herz gelebet hat

in freud, mit dem wil es in leit auch sterben.«

Do der her horet dise wort,

do gieng er also alte,

schuf, das der jüngling wurt ermort

heimlich, und nam sein herze

und leit das in ein kopf von klarem golt

Und rufet ein ritter für sich

und sprach: »bring hin gar balte

den gülden kopf gar kosbarlich

meiner tochter on scherze«;

sagt im darbei, was er ir sagen solt.

Der ritter ging hin zu der frauen kluge

und west doch nit, was er verdecket truge;

er grüßt die frauen und sprach unerschrecket:

»hie schickt dir dein vatter den trost

den du herzlich geliebet host.«

die frau nam den kopf und den balt aufdecket.

Darin fant sie das herz und seit:

»nun bis mir got wilkumen,

ein herberg meiner wunn und freit,

du bist mein letzte gabe

von meinem vatter; doch durch falschen list,

O du freuntlich wunsames herz,

hastu dein ent genumen

auf diser welt mit großem schmerz.

in einem gulden grabe

leistu, des du auch gar wol wirdig bist.«

Den kopf drückt sie gar freuntlich an ir bruste:

das tote herz sie gar freuntlichen kuste.

sie sprach: »kein zeher wart um dich vergossen!

die wil ich auch mitteilen dir.«

mit dem druckt sie den kopf zu ir,

weint, das die zeher in dem kopf umfloßen.

Ir junkfrau luffen hin und dar,

vor angsten mange schweiste,

westen nit wes das herze war,

darum die frau het leide;

Guisgardus tot der was noch ungemelt.

Da sie nun lang geweinet het,

sprach sie: »dein edler geiste,

der wart an mich auf diser stet,

bis das mein geist auch scheide

und mit dir far aus der betrübten welt.«

Sie machet ir ein trank von herbem gifte,

saget uns warlich von ir die geschrifte,

das selb sie gar balt auf das herze gusse

und das gar unerschrocken trank;

darnach sie auf das bett hinsank,

sein totes herz sie in ir arme schlusse,

Und lag da in großer amacht.

zuhant luf ein junkfraue

und da den edlen fürsten bracht;

der gunt gar heißer weine,

do er sein tochter funt in todes zil.

Ir augen keret sie zu im,

tet in senlich anschaue

und sprach gar mit senlicher stim:

»behalt die zeher deine!

des zu geschehen war dein freier wil.

Tancrete, zu dir han ich noch ein bette;

den meinen leib zu Guisgardo bestette,

den du mir lebendig nit woltest gine.«

mit dem der tot fast mit ir rank,

das herz ir aus den armen sank.

damit so schid ir arme sel von hine.

Dem fürsten große reue kam,

doch war es vil zu spate.

man leget in ein grab zusam

ir beider toter leibe

zu Salerno, uns die histori seit,

Darbei wirt uns klerlich bestimt,

wie solche lieb zugate

und ein trauriges ende nimt.

das merk du, man und weibe;

gib deinen kint ein man zu rechter zeit,

E das in strenge liebe angesiget.

ein tochter ist ein obs, das nit lang liget.

daraus maniger unglück ist erwachse,

das sie ist kumen um ir er,

die sie gewinet niemer mer.

zeit bringt rosen spricht von Nürnberg Hans Sachse.“